DER ENERGIEEINSPARUNGSKONFLIKT


19.11.07
TopNewsTopNews, Umwelt 

 

Von Dieter Braeg

Auch in Österreich und in diesem besonderen Falle im Land Salzburg, steigen wie überall wo die Profitmaximierungsidelogie regiert, die Heiz/Energiekosten. Was Heizen im einzelnen im Land Salzburg kostet, das kann aus der hier angeführten kossawa - Tabelle ermittelt werden. Auch ein Vergleich mit den Kosten in anderen Regionen scheint angebracht.

In Straßwalchen  einem Ort im Lande Salzburg lebt die Familie Schierl. Getreu dem Motto die Umwelt zu schonen und etwas für die Abwendung der Erderwärmungssteigerung zu tun entschloss sich diese Familie Energie, wie das ja die Politik fordert, sparsam einzusetzen. "Josef Schierl: "Wir heizen unser Haus in erster Linie mit Solarenergie und Holz."

Weil man aber nicht völlig mit den alternativen Energieträgern auskommt, wurde für besonders kalte Wintertage auch ein Fernwärmeanschluss geplant und vertraglich mit der örtlichen Hackschnitzel- und Heinzgenossenschaft ein Fernwärmeanschluss vereinbart. Dieser musste vereinbart werden. Josef Schierl: "Mir hat die Gemeinde  mitgeteilt, dass ich Fernwärme beziehen muss, wenn ich mein Haus dort baue, wo es jetzt steht. Das sieht das dortige Baumodell so vor. Darum habe ich den Fernwärmevertrag überhaupt erst unterschrieben."

Folge - die Genossenschaft  wirft nun der Familie vor, man verbrauche zu wenig Energie. Vertraglich sei vereinbart, man müsse  das Haus zu mehr als 50% mit Fernwärme heizen, dies täte die Familie Schierl aber nicht. Der Chef der Genossenschaft Alfred Wolff wirft den Schierls vor, nur soviel Fernwärme den Winter über zu beziehen, wie andere Kunden pro Tag.  Ein überaus kriminelles Verhalten, denn wer Energie spart, der könnte bald kräftigst bestraft werden. Die Genossenschaft verlangt 2000.-- €  zurück für die Baukosten des Fernwärmeanschlusses aber auch die Familie Schierl   mußte 4000.--€ aus eigener Tasche berappen.. Das nun Energieanbieter Pflichtabnahmeverträge durchsetzen wollen,  ist ein völlig neuer Aspekt, der demjenigen der energiesparsam leben will, möglichst noch autonom, das Leben erschwert.

Wie lange es noch dauern wird, bis man überhaupt nichts mehr frei entscheiden kann, bleibt einstweilen offen. Jedenfalls trifft man sich vor Gericht. Seltsam ist allerdings dass die Rechtsabteilung des Landes Salzburg der Meinung ist, dass niemand BürgerinBürger vorschreiben kann mit was und wie  ein Haus zu heizen sei.

Die Umwandlung der "freien" Marktwirtschaft in eine Kapitaldiktatur geht weiter!

 


VON: DIETER BRAEG

db@scharf-links.de




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