Wasser, das „BLAUE WUNDER"

07.03.08
Rheinland-PfalzRheinland-Pfalz, News 

 

Berliner Compagnie zu Gast in Trier

Trier (sk) - Auf Einladung der AG Frieden in Kooperation mit der Heinrich-Böll-Stiftung Rheinland-Pfalz gastiert die Berliner Compagnie mit ihrem Theaterstück "Blaues Wunder" zur "aufhaltsamen Privatisierung von Wasser" in Trier. Wer ein "Blaue Wunder" erleben will, das politische Theater findet am Freitag, 14. März 2008 im Großer Saal der Tufa statt, Vorverkauf im AGF-Weltladen und Ticket-Regional.

Bereits seit einigen Jahren wird vorausgesagt, dass sich Kriege der Zukunft um das Wasser drehen. Besonders alarmierende Beispiele dazu gibt es in Regionen, die an natürlicher Wasserknappheit leiden wie

Afrika und Lateinamerika, aber auch in Deutschland. Konzerne haben erkannt, dass Wasser ein knapper Rohstoff ist und damit Geld zu machen ist.

In der Diözese Trier, die eine Partnerschaft mit Bolivien hat, erinnern sich manche an den "Wasserkrieg von Cochabamba" in Bolivien im Jahr 2000 und auch spätere Auseinandersetzungen. Im Jahre 2002 war Wasser Thema der Partnerschaftswoche. Nach Tariferhöhungen bis zu 300%, der Enteignung der Brunnen und dem Ansinnen, selbst für aufgefangenes Regenwasser an einen Konzern zahlen zu müssen, ging die Bevölkerung auf die Barrikaden. Vier Monate lang tobte der Kampf. Am Ende verließen die Manager fluchtartig das Land, und die Wasserversorgung ging wieder in die öffentliche Hand zurück.

Dieses Ereignis, das beispielhaft ist für einen gelungenen Kampf um den Zugang zu Wasser als öffentlichem, allgemeinem Gut, auf das jeder Mensch ein Recht hat, steht im Zentrum des Theaterstücks. Weitere vorkommende Schauplätze liegen in Deutschland und anderen Orten der Welt. Denn die Privatisierung wird weltweit, auch bei uns durch Politiker, durch die Weltbank und selbst das BMZ vorangetrieben. Die Folgen sind eine immer stärkere Abhängigkeit der elementaren Lebensbedingungen der Menschen von ihren wirtschaftlichen Möglichkeiten mit der Folge der Ausgrenzung der Ärmsten.

Sind auch die Figuren ausgedacht, so ist es der zugrunde liegende Sachverhalt mit Szenen des Verbrechens, Leidens und Aufbegehrens von erschreckendem Ausmaß leider nicht. Die Inszenierung entspricht der Groteske der tatsächlichen Situation und führt im Stil eines Comics und mit peppigen Songs die weltweite Auseinandersetzung um das Wasser vor. Sie will zeigen, dass die Privatisierung des Wassers aufgehalten werden kann und muss.

Das Blaue Wunder: Freitag, 14. März 2008, Großer Saal der Tufa,

Vorverkauf im AGF-Weltladen, Bioladen Zweibel und Ticket-Regional,

www.ticket-regional.de  (VVK 8 / 10 AK 10/ 12 €)

Veranstalter: AG Frieden in Kooperation mit der Heinrich-Böll-Stiftung RLP







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