Studierende entlasten, Regelstudienzeit wegen Covid19 verlängern

27.06.20
Rheinland-PfalzRheinland-Pfalz, News 

 

Von DIE LINKE. Rheinland-Pfalz

DIE LINKE. Rheinland-Pfalz fordert die Verlängerung der Regelstudienzeiten um die von der Covid19-Pandemie beeinflussten Semester. Hierzu erklärt Julian Theiß, hochschulpolitischer Sprecher der rheinland-pfälzischen LINKEN:

„Das laufende und womöglich auch das kommende Semester kann nicht unter regulären Bedingungen stattfinden und darf folglich auch nicht so behandelt werden. Vielen Studierenden fehlt es an nötiger Hard- und Software, ruhigen Arbeitsplätzen und niedrigschwelligem Zugang zu Büchern, Zeitschriften etc. Viele haben ihre dringend benötigten Nebenjobs verloren. Häufig fallen Veranstaltungen aus, insbesondere wenn sie Präsenz zwingend erfordern.

Da die Hilfen und Möglichkeiten der BAföG-Verlängerung, die das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) geschaffen hat, nicht ausreichen und viele Studierende im Regen stehen lassen, muss das Land handeln und eine längere BAföG-Förderung durch Verlängerung der Regelstudienzeiten gewährleisten. Die Universitäten in Mainz und Trier haben derartige Verlängerungen bereits im Senat beschlossen und sind somit Vorreiterinnen. Sie müssen nun vom Ministerium bewilligt werden. Gleichzeitig muss der Landtag äquivalente Lösungen für Staatsexamensstudiengänge finden. Als LINKE drängen wird darauf, dass das zuständige Ministerium für Wissenschaft, Weiterbildung und Kultur (MWWK) sowie die Fraktionen des Landtags landesweit einheitliche Regelungen finden, um eine vom Studienort abhängige Ungleichbehandlung von Studierenden auszuschließen und den politischen Druck auch auf das BMBF zu erhöhen. Zudem müssen mit der Hochschulrektorenkonferenz, dem BMBF und der Kultusministerkonferenz gemeinsame Lösungen gefunden werden. Nur so kann garantiert werden, dass alle Studierende gleichbehandelt werden und der Verteilungsschlüssel des Hochschulpakts, der u. a. von der Anzahl der Studierenden in Regelstudienzeit abhängt, nicht verzerrt wird.

Nur durch koordiniertes, schnelles und entschlossenes politisches Handeln kann verhindert werden, dass viele Studierende, insbesondere solche ohne reiche Eltern, ihr Studium beenden müssen. Perspektivisch kämpfen wir dafür, das BAföG von der Regelstudienzeit sowie vom Einkommen der Eltern zu entkoppeln und zu erhöhen.“







<< Zurck
Diese Webseite verwendet keine Cookies. Hier erfahrt ihr alles zum Datenschutz