LINKE fordert Sofortmaßnahmen zum Schutz von Frauen und Kindern

31.03.20
Rheinland-PfalzRheinland-Pfalz, News 

 

Von DIE LINKE. Rheinland-Pfalz

Angesichts der sich verschärfenden Corona-Krise befürchtet Tanja Krauth, zuständig für Frauenfragen im Landesvorstand DIE LINKE. Rheinland-Pfalz, eine Zunahme häuslicher Gewalt, da gerade bei häuslicher Isolation die Not betroffener Frauen und Mädchen noch größer wird.

„Leider ist zu erwarten“, so Krauth, „dass Gewaltbereitschaft, verbunden mit Existenzängsten, durch Isolation leicht eskalieren kann: Die ohnehin unterfinanzierten und mangelhaft ausgestatteten Frauenhäuser werden schnell an ihre Grenzen kommen“. Man müsse auch bedenken, so Krauth, dass für Kinder, vor allem Mädchen, die in Gewaltverhältnissen leben, gegenwärtig Rückzugs- und Schutzorte wie Schulen, Kitas, Tagesmütter und Sportvereine wegfallen.

Krauth fordert daher, dass Bund und Land zügig weitere Maßnahmen zum Schutz von Frauen und Mädchen ergreifen sollen: „Allem voran müssen schnellstmöglich finanzielle Mittel zur Schaffung von Notunterbringungsplätzen für gewaltbetroffene Frauen und Kinder bereitgestellt werden. Schon vor der Corona-Krise gab es viel zu wenig Plätze. Ganze 17 Frauenhäuser mit knapp 300 Plätzen sind es in Rheinland-Pfalz, besonders in den ländlichen Regionen fehlt es an allen Ecken und Enden. Angesichts von allein 8.400 Fällen von Gewalt gegen Frauen laut landespolizeilicher Kriminalstatistik ist das erkennbar zu wenig. Die jetzt vom Bundesfamilienministerium zugesagten Mittel des Sozialschutz-Hilfspakets müssen angesichts der akuten Notlage zügig eingesetzt werden können, um zum Beispiel durch Anmietung ungenutzter Räume eine individuelle und geschützte Unterbringung zu gewährleisten.“







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