DGB Westpfalz: Stammbeschäftigte werden durch Leiharbeitskräfte verdrängt

10.10.08
Rheinland-PfalzRheinland-Pfalz, News 

 

Grobes Missverhältnis von Auszubildenden und Ausbildungsplätzen

Kaiserslautern (sg) - Die positiven Arbeitsmarktdaten auch in der Westpfalz, verschleiern, dass die anhaltend positive Situation vor allem der Leiharbeit und einem wachsenden Niedriglohnsektor zuzuschreiben seien, so der DGB Regionsvorsitzende, Michael Detjen Zunehmend werden auch in der Westpfalz Stammbeschäftigte durch Leiharbeitskräfte verdrängt, denn Leiharbeit dient längst nicht nur der Abdeckung von Auftragsspitzen.

In Rheinland-Pfalz stieg die Zahl der LeiharbeitnehmerInnen im vergangenen Jahr um rund 10.000. Heute gibt es landesweit etwa 23.500 LeiharbeitnehmerInnen. Beim Wirtschaftsaufschwung könne es aber nicht um Jobs um jeden Preis gehen, sondern um dauerhafte Beschäftigung, die den Menschen Perspektiven gebe, so der DGB Regionsvorsitzende.

Bei den in den Arbeitsagenturen gemeldeten Ausbildungsstellen sei die Zahl in der Westpfalz gegenüber dem Vorjahr um 161 auf 2485 Ausbildungsplätze gesunken. ?Die Zahl der Jugendlichen, die sich um einen Ausbildungsplatz bewerben, ist gleichzeitig um 368 auf 4482 Jugendliche gesunken. Bei der Arbeitsagentur Kaiserslautern stehen aktuell 100 Bewerberinnen und Bewerbern um einen Ausbildungsplatz nur 60 Ausbildungsstellen zur Verfügung, bei der Arbeitsagentur Pirmasens ist dieses Verhältnis 100 zu 48.

Wer den Facharbeitermangel beklagt, den Jugendlichen aber nicht ausreichend Ausbildungsplätze zur Verfügung stellt, dem muss man Scheinheiligkeit vorwerfen dürfen?, so Michael Detjen abschließend gegenüber der Presse.







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