Offener Brief an die Partei die LINKE.

11.10.09
LinksparteidebatteLinksparteidebatte, News 

 

Liebe Genossinen und Genossen,
so langsam muss man sich als Parteimitglied, als Mandatsträger und Landes und Bundesdelegierter fragen, was die LINKE und da vor allem die Parteioberen in verschiedenen Landesverbänden eigentlich reitet. Im neuen 10 Punkte Plan der BTF (Bundestagsfraktion) fehlt der Sockelbetrag (500 Euro für Hartz4 Empfänger) und auch der 10 Euro Mindestlohn. In den Ländern Thüringen, Saarland und auch Brandenburg fährt die LINKE auf einer Schleimspur der SPD und den Grünen entgegen, das es wenns nicht so traurig wäre, zu Karneval als das Thema auf den Festwagen stehen sollte.
In Thüringen verzichtet Ramelow ohne Not, schon vor allen Verhandlungen auf die Option Ministerpräsident, im Saarland spielt die Linke mit der angekündigten Rückkehr von Oskar vor dem LPT der Grünen den Part des Possenreißers und in Brandenburg verzichtet Kerstin Kaiser auf ein Ministeramt. Ja liebe Genossin Kaiser, dazu mal eine bescheidene Frage?
Hat das ehemalige FDJ Mädel Merkel nur einmal in ihrer bundesdeutschen Karriere auf ein Amt verzichtet, obwohl auf ihrer ockerfarbenen Jacke so viel rote Flecken sind, das man daraus so manche Hammer und Zirkel Fahne schneidern könnte. Haben in der jüngeren Vergangenheit etliche CDU Granden auf irgendwelche Ämter verzichtet, obwohl sie im dritten Reich durchaus tiefbraune Posten bekleideten(siehe Filbinger,Globke und Konsorten). Lieber Genosse Ramelow: Hast Du bei deinen Verhandlungen mit der SPD auch nur einmal überlegt, dass Fairnis und Nachgiebigkeit dir von der SPD als Schwäche ausgelegt wird und prompt bestraft wird. Und hat Oskar Lafontaine überhaupt bedacht, was er mit der Rückkehr an die Saar bewirkt. Wenn ja dann sollte ihm aufgefallen sein, das die Grünen ihn nicht als den armen Heimatvertriebenen sehen würden, sondern als Störenfried im rot-rot-grünen Gemenge. Nun nach heute sind alle tollen und tollsten Ergebnisse der Partei für die Katz und nur für Brandenburg bleibt der stille Funken Hoffnung. Aber welche Hoffnung wäre das eigentlich. Die Genossin Kaiser , die das fulminante Ergebnis für die LINKE in Brandenburg einfuhr, bleibt auf der Strecke, damit die Partei in die Regierung geht und die sozialen Schweinereien der SPD die nächsten 5 Jahre mitträgt oder was stellt sich die LINKE so vor. Liebe Genossinnen und Genossen, das Bundestagswahlergebnis hat gezeigt das die Partei auf dem richtigen Weg ist. Es hat aber auch gezeigt das ein Großteil unserer WählerInnen uns wählen weil wir soziale Schweinereien bekämpfen wollen und nicht diese aus taktischen Gründen tolerieren.
Etwa ein Viertel aller Stimmen für die Linkspartei kamen von Erwerbslosen und prekär Beschäftigten, das sollte allen vor Augen führen, wohin die Reise geht wenn wir uns jetzt von wichtigen Punkten unseres Bundestagswahlkampfs verabschieden. Es mag dann sein, das sich nicht nur viele WählerInnen von uns verabschieden, sondern es wird wohl auch nicht ohne Einfluss auf die MitgliederInnen der Partei sein.

Karl-Heinz Strohmeier
Gründungsmitglied der Partei die LINKE
KV Gelsenkirchen







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