Mehrheit des LINKEN-Landesvorstands in Rheinland-Pfalz zurückgetreten

04.11.13
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von DIE LINKE.- Rheinland-Pfalz

9 von 15 Mitgliedern des Landesvorstandes der LINKEN in Rheinland-Pfalz haben am heutigen Tag ihr Amt niedergelegt, darunter die beiden Landesvorsitzenden Alexandra Erikson und Wolfgang Ferner sowie die beiden stellv. Landesvorsitzenden.

Wir legen mit heutigem Datum unsere Ämter als Mitglieder des Vorstandes der Partei DIE LINKE. Landesverband Rheinland-Pfalz, nieder.

Das Konzept des Vierer-SprecherInnenrats ist gescheitert.

Wir haben uns im Vorfeld keine Illusionen gemacht und wussten, dass die Arbeit unter diesen Vorzeichen sehr schwierig wird. Dennoch haben wir uns im Interesse des notwendigen Parteiaufbaus in der Hoffnung auf eine konsensorientierte bZusammenarbeit aller Vorstandsmitglieder auf dieses Experiment eingelassen.

Nach einem Jahr der Arbeit im Vorstand müssen wir leider feststellen, dass es unter den momentanen Gegebenheiten keine Möglichkeit gibt, die Landespartei konstruktiv voranzubringen.

Die in der Satzung festgeschriebene Trennung von Amt und Mandat war bei der Verfasstheit unserer Landespartei eine vernünftige Lösung. Leider wurde sie von Anfang an instrumentalisiert und schließlich von ihren damaligen Verfechtern hintertrieben und der Mitgliederentscheid ignoriert. Sie diente ihren ehemaligen Initiatoren nur als machtpolitisches Instrument.

Es ist uns nicht gelungen, in diesem Klima die politische und strukturelle Entwicklung der Landespartei durch Unterstützung und Förderung der Arbeit in den Kreisen voranzutreiben.

Der weitere Parteiaufbau darf nicht vom Wohlwollen der beiden Bundestagsabgeordneten abhängen, ihre hauptamtlichen Mitarbeiter teilweise auch dem Landesverband zur Verfügung zu stellen. So verkommt Vorstandsarbeit zur Sicherung der Einflusssphäre von MdBs. Dies entspricht jedoch nicht unserer Vorstellung, wie Parteiarbeit und Parteientwicklung zukünftig gestaltet werden sollen.

Dieser Politikstil befördert ausschließlich den Aufbau eines Funktionärskaders und konterkariert den Anspruch einer modernen Mitgliederpartei.

Eine konstruktive Vorstandsarbeit ist unter diesen Umständen nicht möglich.Ebenso ist für uns das Niveau innerparteilicher Diskussionen in diesem Vorstand nicht mehr akzeptabel.

Aus diesem Grund sehen wir uns zu diesem Schritt gezwungen und tun ihn zu diesem Zeitpunkt, um die anstehenden Kommunalwahlen nicht zu gefährden.

Unsere politische Arbeit konzentrieren wir jetzt auf unsere Kreisverbände, um die Kommunalwahlen erfolgreich zu gestalten und die Partei von der Basis heraufzubauen.

Alexandra Erikson, Landesvorsitzende
Wolfgang Ferner, Landesvorsitzender
Günter Hötzl, stellv. Landesvorsitzender
Tanja Krauth, stellv. Landesvorsitzende
Marion Morassi, Schriftführerin
Anne Erb, Beisitzerin
Stefan Glander, Beisitzer
Martin Krötz, Beisitzer
Ilona Schäfer, Beisitzerin


VON: DIE LINKE.- RHEINLAND-PFALZ


Mehrheit der Kreise und Mitglieder stützt Katrin Werner und Alexander Ulrich  - 06-11-13 20:40




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