Alexander Ulrich, der neue Sandmann der Nation?

19.08.10
LinksparteidebatteLinksparteidebatte, Rheinland-Pfalz, TopNews 

 

- Im Sand verlaufende Antworten auf abgeordnetenwatch.de –

von Jakob Reis

Mit Interesse wurde zur Kenntnis genommen das scharf-links offenbar einen neuen „Autoren“ für  für die Online-Zeitung gewonnen hat. Nur,  Herr MdB, das, was Sie schreiben, wissen wir schon längst. Denn Ihre Statements aus dem Urlaub (ja, auch die Früheren!) sind auf diversen Blogs und in scharf-links schon veröffentlicht, bevor sie Ihr Weizenbier oder ihren „Tequila Sunrise“ im Ballermann auf Mallorca – oder wo auch immer Sie dieses Mal Ihren Urlaub (ich habe gehört USA) verbracht haben mögen – ausgetrunken haben. Die Wege auf der Datenautobahn sind eben kurz, und wir leben im nun einmal im Zeitalter des „Netzes“! – Nicht mitgekriegt, oder im momentanen Ärger vergessen?
Die Landesschiedskommission von Rheinland-Pfalz ( was nicht zu verwundern war) hat also beide Anträge der  Genossen zu Verfahrenseröffnung angenommen! 
Wie dem auch sei, ich bin jedenfalls entzückt darüber, dich hier auf scharf-links  - unabhängig davon, dass einige Genossen (aufgrund deines Betreibens  - oder deiner “Machtblase“ -  aus der Partei in RLP ausgeschlossen wurden, weil sie u.a. auf dieser Online-Zeitung,  die desolaten Zustande der Partei in diesem Bundesland beklagt hatten,  aus der Partei  ausgeschlossen wurden), einmal „vor die Flinte“ zu bekommen. Und ich brauche mich nicht mehr mit dem Moderatorenteam von abgeordenetenwatch.de „herumzuschlagen“, damit meine Fragen an den Abgeordneten Alexander Ulrich  veröffentlicht werden. Lass` uns also mal „Tacheles“ reden, mein lieber Pseudogenosse…
Ich „hätte da nämlich mal ein Problem“! (wie es ein Spaßmacher in diversen Rundfunksendern gelegentlich ausdrückt):  Wie kommst du dazu den Leuten auf abgeordnetenwatch.de, so einen Stuss zu erzählen – oder zu erzählen zu lassen von deinen „Mitarbeitern“- , wie du es unlängst getan hast (und ich habe dir die Fragen und Antworten gleich mit in diesen Beitrag kopiert, um es dir leichter zu machen).
Nun denn, steigen wir jetzt mal  hier auf scharf-links „in den Ring“:
Zur Antwort auf Frage Nr. 1 und meiner Nachfrage: Du weißt genau, dass hier der ehemalige Landesvorsitze der Linkspartei.pds  Albert Schtschepik gemeint ist! – In deine Antwort (s. Teil 2 unseres Dialoges auf abgeordnetenwatch. de sprichst du deine „Drohungen“ gegenüber Wolfram Sondermann an. Also hier nochmal meine Frage im Klartext:  Warum hast du einen blinden Genossen (und die eidesstattlichen Erklärungen eines D. Dennert-Conradt  aus Oslo sind dir mit Sicherheit bekannt) nicht nur aus der Partei gemobbt, sondern auch noch finanziell an die Belastbarkeitsgrenzen getrieben? – Albert konnte sich damals noch nicht einmal was Warmes zu Essen kochen, weil nach „Leipzig“ (du erinnerst dich doch an die Verhandlung?) sein Herd „verreckt“ ist. Aber mein „Freund und Beutelschneider“, ich hatte im Atelier noch einen sogenannten „Kocher“ und bin nach Trier gefahren und habe ihm das Teil gebracht. Allein das zeigt  nicht nur deine politische und menschliche  Inkompetenz,  sondern auch dein wahres politisches Gesicht als „linker“ Linker.

Nächste Runde und zur Frage 2: Ist dir überhaupt klar, dass lt. Einem Artikel in der JW 26 von 30 Kreisverbänden n i c h t s gegen ein Ausschlussverfahren gegen den MdB aufgrund deiner  obskuren Machenschaften seit der Gründung der Wasg und im Vorfelde des Parteitages (ich erinnere dich nur an die Vorfälle in Ludwigshafen, die du auch im Schiedsspruch der BschK nachlesen kannst) hatten? – Was ihr momentan in RLP auf Landesebene mauschelt, interessiert mich – offen gestanden -  nicht! – Prof. Dr. Heinz Bierbaum wird demnächst ohnehin sein „Fett abbekommen“ (den linke Genossen im Saarland sind auch zähe!).
In die nächste Runde und weiter zur Frage Nr. 3: Dazu habe ich dir extra einen Link angehängt zu der Affäre um den auch ehemaligen Genossen (und einer deiner Ex-Getreuen. H. Kocak), um  deine wirklichen Positionen zu verdeutlichen. Geantwortet hast du natürlich nicht darauf, sondern nur auf deine „Provinzquerelen“ in Reichenbach-Steegen.

Fakt ist also: Du hast wesentlich dazu beigetragen unsere gemeinsame politische Vision von 2005 unter dem Slogan „Eine andere Politik ist möglich“ zu verhindern – besonders im Bundesland Rheinland-Pfalz. Du musstest auch wahrscheinlich nicht in Berlin im Abgeordnetenhaus korrumpiert werden, sondern diese „Betonköpfigkeit“ hast du bei „deiner“  (ich erinnere die Leser an Franz Steinkühler) IG-Metall gelernt. Und die Gewerkschaften sind ja auch seit Jahrzehnten unterwandert von „Managertypen“, die nur ihren  Eigeninteressen folgen.
Wie haben diverse FDPler sich geäußert bei den Kapriolen von Guido, den Urheber  des Terminus „Neiddebatte“ (der mit Sicherheit krankhaft neidisch ist und weiß, wovon er sprich):  Guido Westerwelle muss oder sollte  erst einmal erwachsen werden).
Der Autor dieses Beitrages ist einmal gespannt, ob du den „Mumm“ hast, dich hier diesen Fragen „wirklich“ zu stellen. Am Ende des Beitrages habe ich dir vorsichtshalber etwas zur Entspannung aus dem Netz herausgesucht…

Quelle: www.abgeordentenwatch.de

Frage zum Thema Demokratie und Bürgerrechte09.08.2010Hallo Herr Abgeordneter Alexander Ulrich,wie ich gehört habe, sind Sie als Landesvorsitzender der Partei DIE LINKE  in Rheinland-Pfalz zurückgetreten. Es wurden zwei Ausschlussverfahren bei der Landesschiedskommission Ihrer Partei gegen Sie eingereicht und Sie haben sich m.E. sehr unfair gegen die Mitstreiter Ihrer Partei (die schließlich im nächsten Jahr eine Wahlkampf zu bestreiten hat!) in Massen/Pressemedien geäußert. Sie sollen auch in diversen Medien gesagt haben, dass Sie dann in die SPD zurück gehen wollen (Quellenangabe s. unten!). Sie bestreiten zwar diese Aussage in ihrem Statement aus Ihrem Urlaub, veröffentlicht ist es aber! Über parteiinterne Diskrepanzen in Ihrer Partei möchte ich mich hier nicht mit Ihnen unterhalten und ich möchte mit Ihnen auch keine Dialoge über dieses Portal wie am 10./11.08.2008 führen. Als Wähler der Linkspartei und politisch interessierter Bürger dieses Bundeslandes habe ich folgende drei Fragen:1. Werden Sie diese Presseinstitution, die die von Ihnen abgestrittene Behauptung bezüglich Ihrer Rückkehr in die SPD veröffentlicht hat, verklagen?2. Wie stellen Sie sich eine weitere Zusammenarbeit mit den gewählten Gremien Ihrer Partei als MdB nach Ihren (bisher veröffentlichten) Äußerungen vor?3. Werden Sie - dem es ja nach oben genannten Aussagen nie um politische Mandate ging - Ihr Bundestagsmandat niederlegen, um einem Ihrer Parteigenossen eine Chance zu geben, linke politische Positionen glaubhaft in diesem Land zu vertreten?Ich bedanke mich im Voraus recht herzlich für Ihre Antworten!Mit freundlichen Grüßen  Quellenangaben:www.jungewelt.dewww.jungewelt.de vom 05.07.2010 / Inland / Seite 5www.lafontaines-linke.dewww.scharf-links.de


www.abgeordnetenwatch.de vom 10./11.08. 2008


Antwort von Alexander Ulrich
bisher keine Empfehlungen
11.08.2010
 
Sehr geehrter Herr.

zu 1)
Warum sollte ich eine Presseinstitution verklagen? Warum sollte ich Geld für Anwälte ausgegeben, für sehr unbedeutende Gerüchte und Mutmaßungen? Als Politiker muss man immer mal wieder solche Berichte ertragen.

zu2)
Die weitere Zusammenarbeit ist von meiner Seite problemlos. Ich bekomme viele Einladungen von Kreisverbänden, die ich gerne besuche und als Referent zur Verfügung stehe. Auch habe ich weiter Kontakt zum Landesvorstand und zum Landesparteirat.

zu 3)
Ich bin erst vor gut einem Jahr mit einem der besten Ergebnisse in Westdeutschland wiedergewählt worden. Die Wählerinnen und Wähler haben mir einen Auftrag erteilt, den ich mit viel Einsatz und Freude wahrnehme. Die Wählerinnen und Wähler haben mit ihrer Wahlentscheidung die Glaubwürdigkeit meiner linken Positionen sehr eindrucksvoll bestätigt. Auch gehöre ich dem größten Kreisverband innerhalb eines Landkreises an. Dort habe ich viel Verständnis für meinen Rücktritt und genauso viel Unterstützung für meine weitere politische Arbeit erhalten.

Ich hoffe, dass ich Ihre Fragen damit beantwortet habe.

Mit freundlichen Grüßen

MdB Alexander Ulrich


Frage zum Thema Demokratie und Bürgerrechte
11.08.2010
Von:
 
Lieber Herr Abgeordneter Alexander Ulrich,

ich bedanke mich recht herzlich für die Beantwortung meiner Fragen am 11.08.2010, kann mich damit aber nicht zufrieden geben.

Zu Ihrer Antwort auf Frage 1: Ich frage mich (seit ich Ihre Antwort gelesen habe) - und das interessiert mich vor allem persönlich -, wieso Sie dann einen blinden Genossen verklagt haben und in Ihrer (damaligen) Funktion als Landesvorsitzender das Ausschlussverfahren gegen einen behinderten Genossen unterstützt (und teilweise forciert) haben. Dieser Mann lebt von 675,- € Rente, hat von diesem Betrag Miete und seinen Lebensunterhalt zu bestreiten (Quellenangabe s.u.a. unten). Sie brauchen mir die Frage auf diesem Portal nicht zu beantworten, dafür habe ich Verständnis.

Zu Ihrer Antwort auf die Frage 3, hätte ich aber doch ganz gern eine Stellungnahme von Ihnen: Ich weiß, dass Sie bei Ihrem Austritt aus der SPD Ihr Mandat als gewählter SPD Funktionär in Ihrer Heimatgemeinde Reichenbach-Steegen nicht zurückgegeben hatten. Aber Sie haben sich über Ihren ehemaligen Parteigenossen H. Kocak zu einer analogen Angelegenheit dermaßen unrespektierlich geäußert, dass ich darauf gern eine Erklärung hätte. Den Wortlaut Ihres Beitrages können Sie und natürlich auch die Leser von abgeordnetenwatch.de auf dem untenstehenden Link "www-westpfalz-journal...) nachlesen.

www.scharf-links.de
www.westpfalz-journal.de

Ich bedanke mich für Ihre Antwort!
Mit freundlichen Grüßen
 
Antwort von Alexander Ulrich
bisher keine Empfehlungen
16.08.2010
 
Sehr geehrter Herr,

vielen Dank für Ihre erneute Nachfrage und gerne nehme ich Stellung zu beiden Fragen.

zu 1): Der für mich und mein Handeln entscheidende Unterschied zwischen dem von Ihnen zitierten Fall und der aktuellen Situation besteht in der Tatsache, dass es sich damals um eine Angelegenheit gehandelt hat, in der durch die Verbreitung von Unwahrheiten auch Dritte beschädigt wurden und ich es daher als meine Pflicht ansah, juristisch dagegen vorzugehen.

zu 3): Als ich 2004 die SPD verließ, trat die örtliche SPD-Fraktion aus Reichenbach Steegen mit dem Wunsch an mich heran, ich möge meine Funktion als 1. Beigeordneter weiterhin ausüben. Diesem Ansinnen entsprach ich bis zum Jahr 2008, als mich besagte SPD-Fraktion dann fragte, ob ich zu Gunsten eines möglichen Bürgermeister-Kandidaten auf die Beigeordnetenfunktion verzichten würde, um diesem Kandidaten somit die Möglichkeit einzuräumen, sich in die örtlichen politischen Angelegenheiten einarbeiten zu können. Diesem Wunsch habe ich selbstverständlich umgehend entsprochen - somit erhellen sich hoffentlich für Sie die verschiedenen Motive meines jeweiligen Handelns.

Mit freundlichen Grüßen
Alexander Ulrich

http://www.abgeordnetenwatch.de/alexander_ulrich-575-38016.html

Ich wünsche dir eine geruhsame Nacht und freue mich auf die Ergebnisse deiner beiden Ausschlussverfahren bei der LschK! - Du wirst auch sicher Einspruch bei der BschK einlegen, darauf bin ich besonders gespannt…
Und hier Deine versprochene „Belohnung“ zur Entspannung:

Sandmann, lieber Sandmann,
es ist noch nicht soweit!

Wir sehen erst den Abendgruß,
ehe jedes Kind ins Bettchen muss,
du hast gewiss noch Zeit.

Kinder, liebe Kinder,
es hat mir Spaß gemacht!

Nun schnell ins Bett und schlaft recht schön, dann will auch ich zur Ruhe gehn,
ich wünsch’ euch Gute Nacht.

Melodie: Wolfgang Richter
Text: Walter Krumbach

 

 


VON: JAKOB REIS






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