LINKE.NRW: Schwarzer Humor im Wahlkampf

02.04.10
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Über Twitter wird der Tod von FDP-Chef Westerwelle herbeigewünscht - als Bitte an den "lieben Gott"

Kommentar von Edith Bartelmus-Scholich

Die LINKE.NRW betreibt seit einigen Wochen unter https://twitter.com/wahl_2010  einen Twitter-Account. Die interessierte Öffentlichkeit soll dort mit Neuigkeiten zur Landtagswahl am 9. Mai versorgt werden. Über Twitter können Kurznachrichten mit bis zu 160 Zeichen verschickt werden. Sie erscheinen nach Versand öffentlich und für jeden Besucher von Twitter lesbar in einem Newsstream. Außerdem können interessierte Twitter-NutzerInnen den Dienst der Linken.NRW direkt abbonieren. Sie finden dann die Nachrichten exklusiv auf einer eigenen Twitter-Homepage vor, sobald sie sich einloggen oder erhalten sie direkt auf ihr Handy. Derzeit haben 107 Menschen den Twitter der Linkspartei NRW abonniert. Verlinkt ist der Twitter von der Webseite der NRW-LINKEN http://www.dielinke-nrw.de/ . Damit handelt es sich um einen offiziellen Informationskanal der Partei DIE LINKE.NRW. Die Parteispitze, die Wahlkampfleitung und vor allem der mit der Öffentlichkeitsarbeit im Wahlkampf betraute David Staercke sind verantwortlich für das, was über diesen Kanal aller Welt mitgeteilt wird.

Aufteilt auf drei Kurznachrichten kann mensch  im Twitter der Linkspartei NRW folgendes lesen:

"Lieber Gott, nachdem du im letzten Jahr meinen Lieblingsmusiker Michael Jackson, ...see next tweet 8:18 AM Mar 24th via web

meinen Lieblingsschauspieler, Patrick Swayze und meine Lieblingsschauspielerin, Farrah Fawcett zu dir geholt hast ... see next tweet 8:19 AM Mar 24th via web  

teile ich dir mit, dass mein Lieblingspolitiker Guido Westerwelle ist. 8:19 AM Mar 24th via web"

Dass dem politischen Gegner nicht der Tod gewünscht wird, sollte selbstverständlich sein. Das gilt auch dann, wenn er so menschenverachtend auftritt wie Guido Westerwelle.

Linken PolitikerInnen sollte zudem geläufig sein: Die politischen Probleme werden nicht durch das Ableben einzelner Politiker der Gegenseite und schon gar nicht durch Bitten an den "lieben Gott" gelöst. Alles, was solche Illusionen befördert, ist politisch kontraproduktiv.

An diesem geschmacklosen Witz ist folglich nichts einer linken Partei würdig. Die Botschaft ist in jeder Hinsicht: Gewollt, aber nicht gekonnt.

Edith Bartelmus-Scholich, 2.4.2010







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