LINKE gegen Schließungen von Krankenstationen

07.03.23
NRWNRW, News 

 

Von DIE LINKE. NRW

Die LINKE.NRW schlägt zu der von Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach geplanten Krankenhausreform Alarm. Für Nordrhein-Westfalen würde dies laut Krankenhausgesellschaft NRW die Schließung vieler Stationen bedeuten, darunter allein mehr als 100 Kinderstationen, unter anderem die landesweit renommierte Geburtsstationen des Vinzenz Palotti Krankenhauses in Bergisch Gladbach.

„Das ist unfassbar angesichts der Not der Kinder und ihrer Eltern, einen Platz auf einer Kinder- oder Geburtsstation zu bekommen. Diese Pläne müssen verhindert werden“, fordert Judith Serwaty, Gesundheitspolitische Sprecherin der LINKEN NRW.

Die Krankenhausgesellschaft NRW (KGNW) hat die Folgen aus dem Planungspapier des Gesundheitsministeriums für NRW berechnet. Der Gesellschaft zufolge würden bei der Geburtshilfe nur noch 35 von aktuell 137 Standorten übrig bleiben, nur 33 von 74 Standorten in der Neurologie (Schlaganfall-Patienten) und nur 34 von 136 in der interventionellen Kardiologie (Herzanfall-Patienten). Dies würde bedeuten, dass in vielen Leistungsbereichen rund zwei Drittel der Bevölkerung viel weitere Wege zum nächsten Krankenhaus zurücklegen müssten. Eine wohnortnahe Grundversorgung wäre nicht mehr gewährleistet.

„Diese Pläne spielen mit der Gesundheit und dem Leben der Bevölkerung“, empört sich Judith Serwaty. „Laumann und Lauterbach verfolgen nach wie vor die Vorschläge der Bertelsmann-Studie, die Krankenhaus-Landschaft auszudünnen und zu profitableren Großkliniken zu konzentrieren. Der Personalknappheit wollen sie nicht durch bessere Arbeitsbedingungen, sondern durch Abbau von Betten begegnen.“

Die LINKE NRW fordert den Stopp dieser Pläne und der Ökonomisierung im Gesundheitswesen. Sie will die Fallpauschalen durch eine bedarfsgerechte Finanzierung ersetzen und fordert massive Investitionen in wohnortnahe öffentliche Gesundheitsversorgung sowie gute Arbeitsbedingungen für alle Beschäftigten im Gesundheitswesen. Ganz aktuell unterstützt sie deswegen auch die Streiks der Gewerkschaft ver.di, die auch in den kommunalen Kliniken für eine angemessene Tariferhöhung sorgen sollen.







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