Anstieg der Arbeitslosigkeit von Älteren in Krefeld: Weiterer Beleg für Undurchführbarkeit der Rente ab 67

03.08.09
NRWNRW, News 

 

DIE LINKE in Krefeld schlägt Alarm wegen der rapide steigenden Zahl älterer Arbeitsloser in der Stadt Krefeld.  Allein die offizielle Arbeitsmarktstatistik weist für Krefeld einen Anstieg der Arbeitslosigkeit von über 55- bis 64-jährigen um 12,84 Prozent seit Juli 2008 aus. Manfred Büddemann, Bundestagsdirektkandidat DIE LINKE in Krefeld,  sieht in den Zahlen einen "Beleg für die Undurchführbarkeit der Rente ab 67" und fordert eine Rücknahme des Gesetzes. Er erklärt:

Die Folgen der Finanzkrise werden auch in Krefeld immer spürbarer. Konnten in den letzten Monaten die Erwerbslosenzahlen durch diverse statistische Tricks und durch den massiven Einsatz von Kurzarbeit noch gering gehalten werden, so schlägt die Krise nun merklich auf den Arbeitsmarkt durch. Bei älteren Arbeitnehmern hat die Krise schon dramatische Folgen hinterlassen. Allein in Krefeld sind  1678  55 bis 64-jährige arbeitslos gemeldet. Das sind 12,84 Prozent mehr als vor einem Jahr.

Das verbale Wahlkampfgetöse von Arbeitsminister Scholz um die Verlängerung der Altersteilzeit wirkt angesichts der dramatischen Zahlen nur noch zynisch. Der SPD-Mann hatte genug Zeit, um als zuständiger Arbeitsminister zu handeln. Umso schlimmer ist, dass die Regierung in Berlin unbeirrt daran festhält, das Rentenalter auf 67 Jahre zu erhöhen. Das ist eine Rentenkürzung um zwei Jahre. Die Rente ab 67 ist Gift für den Arbeitsmarkt. Sie schafft keinen einzigen neuen Arbeitsplatz für Ältere sondern nur höhere Rentenabschläge und mehr Altersarmut. Schon jetzt hat nur jeder Vierzehnte im Alter von 63 bis 65 Jahre eine sozialversicherungspflichtige Vollzeitstelle. Für den Arbeitsminister sind die aktuellen Zahlen ein Armutszeugnis. Wir kämpfen weiter ohne Wenn und Aber gegen dieses Wahnsinnsprojekt.







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