LINKE erfreut über Nahverkehrsvorstoß der Bundesregierung

15.02.18
NRWNRW, Ruhrgebiet, News 

 

Von DIE LINKE. Duisburg

Nahverkehr zum Nulltarif sollte schnellst möglich auch in Duisburg umgesetzt werden.

„Seit Jahren reden wir uns den Mund fusselig, dass Duisburg einen Nahverkehr zum Nulltarif braucht", so Lukas Hirtz, Sprecher DIE LINKE. Duisburg „Der Nahverkehr muss gestärkt werden, um die dramatische Verkehrs- und Umweltsituation in Duisburg endlich zu entlasten. DIE LINKE. war die einzige Partei, die den Nulltarif auch im Bundestagswahlkampf gefordert hat. Umso mehr freuen wir uns, dass es in Berlin jetzt Bewegung gibt. Der Nulltarif ist möglich und nötig! Es gibt verschiedene Modelle, wie der Nulltarif finanziert werden kann. Eines haben alle gemein: Für die ÖPNV-Nutzer wird es wesentlich günstiger und der Nahverkehr kann ausgebaut werden. Die bisherigen marktorientierten Modelle sind krachend gescheitert und können dem Anspruch auf Mobilität in Duisburg nicht im Entferntesten gerecht werden.“

Früher wurden Bus und Bahn über die Fahrkarten finanziert. Damit konnte der Nahverkehr in Duisburg schon lange nicht mehr aufrecht erhalten werden. Deswegen wurde die DVG über den DVV- Konzern von den Stadtwerken querfinanziert. Auch dieses Modell ist seit Jahren kaum noch tragfähig, da auch die Stadtwerke in Schwierigkeiten geraten sind. Gleichzeitig wird in einer ADAC-Studie der Nahverkehr in Duisburg am schlechtesten bewertet.

„Wir fänden ein steuerfinanziertes Modell, bei dem die Reichsten, deren Vermögen in den letzten Jahren weiter gewachsen ist, stärker belastet werden, am besten. Es könnte aber auch eine Mobilitätsabgabe eingeführt werden. Wenn alle erwachsenen Menschen in Duisburg eine Abgabe von 20 Euro im Monat bezahlen würden, so kämen im Jahr knapp 90 Mio. Euro zusammen. Das sind fast 50% mehr, als die DVG 2015 an Einnahmen aus Ticketverkäufen hatte“, rechnet Hirtz vor. „Damit könnten Busse und Bahnen erneuert, mehr Strecken eingerichtet und die Taktung erhöht werden. Die Einsparungen durch Wegfall der Kontrollen und Ticketautomaten sind da noch gar nicht eingerechnet.“







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