Grevenbroich: Der Bürgermeister und sein Küchenchef

01.07.18
NRWNRW, News 

 

Von Anne Rappard / Soziales Bündnis Niederrhein

Die "Hautevolee" soll sich in Grevenbroich wohlfühlen. Die Eröffnung von Gourmetstempel scheint dabei der erste Schritt zu sein. Drastische Gebührenerhöhungen, Wegfall von Vergünstigungen für ärmere Bevölkerungskreise sollen zu Entlastung des Haushalts beitragen. Die Zeche zahlen die Menschen, die man nicht als Gäste in Nobel-Restaurants antrifft.
 
"Der Sozialdemokrat Krützen will der Stadt Grevenbroich ein neues geliftetes Gesicht verpassen. Soziale Probleme werden überschminkt. Allein die Tatsache, dass der Stadtrat keinen Sozialausschuss hat, ist mehr als Symbolik", so der 1. Vorsitzende Heiner Lindgens
 
Die 2,.Vorsitzende Anne Rappard ergänzt: "Die "Sozialpolitik" der Stadt ist geprägt von verschämter "Almosenpolitik". Das Soziale Bündnis Niederrhein, dass in erster Linie Menschen bei der Durchsetzung ihrer sozialen Rechte unterstützt, wird als Störfaktor wahrgenommen. Arme sollen, so muss man den Eindruck haben, zufrieden mit dem sein was ihnen geboten wird". 
 
Kein Platz für das Soziale Bündnis

 
Es ist bemerkenswert, dass Krützen mit der Raumnot der Fachbereiche argumentiert und wenige Wochen später die Idee entwickelt das  "Haus Hartmann"  in einen Gourmetempel umzufunktionieren und selbst das Auerbach-Haus, als städtische Begegnungsstätte, zur Disposition stellt.
 
Heiner Lindgens stellt fest,"es war für die "Raumnotgeplagte" Verwaltung auch kein Problem, dem neugegründeten "Stadtmarketingverein", bei dem der Bürgermeister im Vorstand ist, der nun die Wirtschaftsförderung betreibt, kurzfristig Räumlichkeiten im Rathaus zur Verfügung zu stellen". 
 
Eine Stadt für alle!
 
 Quo vadis Grevenbroich? Die Marschrichtung scheint klar. Geborener Life-Style für die Schloss-Stadt. Zunehmende Armut und Wohnungsmangel scheinen für die Sozialdemokraten keine Priorität zu haben. Diese "Arroganz der Macht" breitet sich wie ein Virus in vielen Rathäusern aus. Grevenbroich ist da kein Einzelfall Ein Blick in die Nachbarkommune Jüchen bestätigt diese Annahme. Die mittel- bis langfristige Konsequenz dieser "Politik für Auserwählte", ist die Verschärfung der sozialen Lage. Von dieser Politik profitieren besonders Parteien, wie z.B. die AfD. Wer städtische Immobilien zu Nobel-Restaurants umfunktioniert, grenzt einkommensschwächere Menschen aus! 

Der Vorstand des Sozialen Bündnis Niederrhein e.V ist sich einig, "Es wird höchste Zeit für eine sozial-ökologische Neuausrichtung". !
 
"Allem kann ich widerstehen, nur der Versuchung nicht."
Oscar Wilde







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