Keine Rendite mit der Miete: DIE LINKE ruft zu Demo zu Vonovia-Zentrale in Bochum auf

21.04.22
NRWNRW, News 

 

Von DIE LINKE. NRW

Im Vorfeld der Vonovia-Aktionärsversammlung 2022 wird DIE LINKE NRW gemeinsam mit vielen Bündnispartnerinnen und -partnern vor der Hauptzentrale von Deutschlands größtem Wohnungskonzern protestieren. Die Partei ruft dazu auf, sich am Samstag, den 23. April 2022 an der Demonstration in Bochum zu beteiligen, zu der Mieter-Initiativen aus dem gesamten Bundesgebiet mobilisieren.

Dazu erklärt Amid Rabieh, wohnungspolitischer Sprecher von DIE LINKE NRW: „Der Protest ist richtig und kommt zur richtigen Zeit! Auch im Krisenjahr 2021 hat Vonovia die Mieten weiter in die Höhe getrieben. Während immer mehr Menschen angesichts von Corona-Einbußen nicht mehr wussten, wie sie ihre Rechnungen zahlen sollen, hat der Konzern seinen operativen Gewinn um 24 Prozent gesteigert – auf 1,67 Milliarden Euro. Die aktuelle Preis-Explosion bei Energiekosten und Lebensmitteln verschärft die soziale Situation von Mieterinnen und Mietern weiter. Dennoch dreht Vonovia weiter an der Mietpreis-Schraube. Die Politik muss endlich eingreifen und diesem Treiben ein Ende setzen. Hunderttausende Haushalte zu schröpfen, um dann fast eine Milliarde Euro als Dividende auszuschütten, das ist nichts anderes als eine Enteignung der Mieterinnen und Mieter zugunsten der Aktionärinnen und Aktionäre."

Im vergangenen Jahr hat der Vonovia-Konzern die Deutsche Wohnen SE übernommen, die mit ihren 150.000 Wohnungen durch den erfolgreichen Berliner Volksentscheid zur Enteignung großer privater Wohnungsunternehmen unter Druck steht. Die von der Partei DIE LINKE unterstützte Initiative „Deutsche Wohnen & Co. enteignen" ruft mit zur Demonstration am Samstag in Bochum auf. „Wir dürfen das Grundrecht auf Wohnen nicht Renditejägern wie Vonovia überlassen", sagt Amid Rabieh. „Es ist die Pflicht des Landes und der Kommunen, für menschenwürdige und bezahlbare Wohnungen zu sorgen. Deshalb müssen wir auch hier bei uns die Eigentumsfrage stellen. NRW braucht ein landeseigenes Wohnungsunternehmen, das sich am Gemeinwohl statt an Maximal-Renditen orientiert. Aktuell fließen pro Vonovia-Wohnung im Durchschnitt gut 140 Euro jeder Monatsmiete als Dividende an die Aktionärinnen und Aktionäre. Diese erschreckende Zahl macht deutlich, wie hoch das Potential für Mietpreis-Senkungen ist, wenn öffentliche Unternehmen die Wohnungen ohne zusätzliche Aufschläge kostendeckend vermieten können."

Die Demonstration „Protest gegen Vonovia & Co" beginnt am Samstag, den 23. April 2022, um 12:30 Uhr vor dem Bochumer Hauptbahnhof. Der Aufruf wird auch unterstützt von den Mietervereinen Bochum, Dortmund, Witten und Hamburg, dem Dachverband der Kritischen Aktionärinnen und Aktionäre, der Selbstvertretung wohnungsloser Menschen sowie Mieter-Initiativen aus dem gesamten Bundesgebiet.







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