Räumung in Lützerath zeigt: Schwarz-gelb will weiter Braunkohle verheizen

25.02.22
NRWNRW, News 

 

Von DIE LINKE. NRW

Am gestrigen Donnerstag (24.2.22) sind Hundertschaften mit schwerem Gerät gegen den Widerstand in Lützerath vorgerückt. Das Dorf im Rheinischen Braunkohlerevier soll nach dem Willen der Landesregierung abgerissen werden, damit RWE die darunter liegende Braunkohle abbaggern kann. Dazu erklärt Jules El-Katib, Spitzenkandidat zur Landtagswahl und Sprecher der Partei DIE LINKE NRW:

„Mit dem massiven Polizeieinsatz zeigt die Landesregierung, dass sie weiter auf die Braunkohle-Verstromung setzt. Das ist eine unverantwortliche Politik, für die letztendlich die Bürgerinnen und Bürger bezahlen werden. Der Klimawandel sorgt schon heute auch in NRW für Tote durch Extremwetter und Hitzewellen. Anstatt weiter auf die Braunkohle zu setzen, ist ein rascher Ausbau der Erneuerbaren Energie angesagt. Hier hat allerdings die Landesregierung mit der völlig überzogenen 1000-Meter-Abstandsregel für Windkraftanlagen die Weichen völlig falsch gestellt. Der Windkraftzubau ist dadurch in NRW fast zum Erliegen gekommen.“ In Lützerath wehrt sich der Bauer Heukamp gegen seine Enteignung. Er wird von zahlreichen Aktivistinnen und Aktivisten der Klima- und Umweltbewegung unterstützt. Vor allem junge Menschen leisten Widerstand gegen den weiteren Abbau der Braunkohle, weil das 1,5°-Grad-Ziel des Pariser Klimaschutzabkommens nur durch den Verzicht auf die Verstromung fossiler Energieträger erreichbar ist.

Nina Eumann, Landtagskandidatin und Landessprecherin der Partei DIE LINKE NRW ergänzt: „Innenminister Reul bleibt seiner Linie treu. Statt das Urteil des Oberverwaltungsgerichtes Münster zur Beschwerde des Bauern Heukamp gegen seine Enteignung abzuwarten, setzt er vorher Hundertschaften der Polizei gegen Bürgerinnen und Bürger ein, die in Lützerath eine friedliche Dauermahnwache durchführen. DIE LINKE NRW lehnt Politik mit Räumpanzern, Tränengas und Polizeiknüppeln ab. Wir unterstützen den legitimen Widerstand gegen den weiteren Braunkohleabbau und werden auch zukünftig immer wieder selbst vor Ort sein.“







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