Artenvielfalt in NRW braucht andere Landesregierung

02.03.22
NRWNRW, Umwelt, News 

 

Von DIE LINKE. NRW

Zum Welttag der Artenvielfalt am 3. März legt NRW-Umweltministerin Heinen-Esser erstmals einen Naturschutzbericht für das Land vor. Auf 108 Seiten bescheinigt sich die schwarz-gelbe Landesregierung selbst, dass sich in NRW die Artenvielfalt weiter in einem bedenklichen Zustand befindet: 46 Prozent aller Arten und sogar 52% aller Insekten in NRW sind gefährdet. Es wird verschwiegen, dass der Rückgang vieler Arten eine Folge der industriellen Landwirtschaft ist.
Dazu erklärt Edith Bartelmus-Scholich, Sprecherin für Artenschutz und Landtagskandidatin der Partei DIE LINKE NRW:

„Mit einem reich bebilderten Bericht will uns die Landesregierung glauben machen, dass ihr der Artenschutz am Herzen liegt. Das Gegenteil ist jedoch der Fall, denn erst im Oktober wurde die Volksinitiative Artenvielfalt von der Landesregierung abgeschmettert. Ministerin Heinen-Esser leistet auch keinen Beitrag zu einer naturverträglichen Landwirtschaft. Nicht einmal das auf Bundesebene beschlossene Pestizidverbot für Schutzgebiete wurde bislang in NRW umgesetzt. Bleibt diese Landesregierung im Amt, so wird NRW die Wende im Kampf gegen das Artensterben nicht schaffen.

Artenschutz muss Querschnittaufgabe der Politik werden, denn neben dem Klimawandel ist das Artensterben die bedrohlichste Krise für die Menschheit. Beim Aussterben von Arten brechen Nahrungsketten zusammen, weil 80 bis 90 Prozent der Pflanzen und auch 75 Prozent der Nahrungspflanzen von Bestäubern, also Insekten, abhängig sind. Wir wollen die Biodiversitätsstrategie der EU von 2015 in NRW umsetzen. Wir fordern die Verbindung verinselter Schutzgebiete und das Verbot von Pestiziden und Herbiziden in einem großen Radius um Schutzgebiete. Mit einem Landesprogramm wollen wir zudem die Schaffung von insektenfreundlichen Blühstreifen und Blühwiesen fördern. Wir wollen das 2020-Ziel von zwei Prozent Wildnis endlich erreichen. Dafür müssen mehr Flächen zur Wildnisentwicklung ausgewiesen werden. Zusätzlich müssen mehr Biotopverbünde hergestellt werden. Die auch von uns unterstützte Volksinitiative Artenvielfalt hat weitere sinnvolle Vorschläge gemacht. Daran orientieren wir uns.“







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