Kein "Auge um Auge": Protest in Gronau gegen russischen Militärangriff Samstag Friedensmahnwache in Enschede (NL)

03.03.22
NRWNRW, Bewegungen, News 

 

Von GAL Gronau

Rund 150 Personen haben am späten Mittwoch-Nachmittag in Gronau gegen den völkerrechtswidrigen russischen Militärangriff auf die Ukraine demonstriert. Sie beteiligten sich an einer überparteilichen Kundgebung, die Ende letzter Woche kurzfristig von der parteiunabhängigen Grün Alternativen Liste (GAL) Gronau initiiert worden war. Zur Teilnahme riefen letztlich mehrere Organisationen auf, darunter auch die Seebrücke Gronau. Neben vielen Privatpersonen beteiligten sich auch Mitglieder mehrerer Gronauer Ratsfraktionen sowie der Gronauer Bürgermeister.

Die Veranstaltung, die ursprünglich als Mahnwache geplant war, bekam den Charakter einer Kundgebung. Rudolf Nacke (Nooit meer – Nie wieder) sprach dabei in einem Redebeitrag den Anwesenden aus der Seele:: „Krieg wird um Köpfe geführt, auch um unsere Köpfe. Ja, ich bin auch heute der Überzeugung: Unser Ziel muss es sein: Frieden schaffen mit immer weniger Waffen! Ich weiß, es darf kein "Auge um Auge" geben - damit diese Welt (und wir haben keine andere) bewohnbar bleibt.“

Britta Siepmann (Seebrücke Gronau) berichtete von der notwendigen Hilfe für die Flüchtlinge und rief zur Solidarität auf. Schutz für flüchtende Menschen muss sichergestellt werden; dazu gehören Nahrungsmittel, eine menschenwürdige Unterkunft und die medizinische Versorgung. Die Interessen schutzsuchender Menschen sollten im Zentrum der Aktivitäten stehen.

Musikalisch umrahmt wurden die Redebeiträge von Lara Bracht, die als Solistin ein besinnliches Stück auf der Querflöte vortrug. Günter Poggemann sang Friedenslieder und begleitete sich selber auf der Gitarre.

Moderiert wurde die Veranstaltung von Udo Buchholz (GAL). Er regte an darüber nachzudenken, ob solche Friedensmahnwachen in der nächsten Zeit auch in Gronau regelmäßig stattfinden sollten. Zudem wies er darauf hin, dass am Samstag in der Innenstadt von Enschede eine Friedensmahnwache stattfinden wird (12 – 13 Uhr, Van Loenshof). Informationen über die Aktivitäten der bundesweiten Friedensbewegung findet man auf der Internetseite des Netzwerks Friedenskooperative.

Am Ende der Veranstaltung wurde in Solidarität mit den Menschen in der Ukraine und auf der Flucht eine Schweigeminute eingelegt.

Weitere Informationen:

https://www.friedenskooperative.de, https://www.enschedevoorvrede.nl,
https://seebruecke.org/mach-mit/deutschland/nordrhein-westfalen/gronau







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