Bezahlbares Wohnen für alle statt Rendite für Wenige

10.03.22
NRWNRW, News 

 

Von DIE LINKE. NRW

Der in Düsseldorf ansässige Wohnungskonzern LEG hat auch im zweiten Corona-Krisenjahr 2021 seine Gewinne weiter deutlich erhöht – von 1,36 Milliarden Euro im Vorjahr auf 1,7 Milliarden. Er kündigt an, die Dividende für seine Aktionärinnen und Aktionäre um knapp acht Prozent zu steigern. Dazu erklärt Amid Rabieh, wohnungspolitischer Sprecher von DIE LINKE NRW:

„Während die Zahl der Privatpleiten in NRW im vergangenen Jahr um 104 Prozent gestiegen ist, Mietenwahnsinn und explodierende Energiepreise immer mehr Menschen in finanzielle Not bringen, legt die LEG noch einen drauf. Dass der Konzern auch im zweiten Krisenjahr höhere Mieten durchgesetzt hat, ist unverantwortlich. Ohne das Ziel von Maximalrenditen wären günstigere Mietpreise ohne weiteres drin. Die Menschen in unserem Bundesland können es sich nicht mehr leisten, dass der Wohnungsmarkt diesen Konzernen überlassen wird. Zusammen mit dem Deutschen Mieterbund fordert DIE LINKE NRW daher die Neugründung einer landeseigenen Wohnungsgesellschaft und ein Landesprogramm zur Unterstützung gemeinwohlorientiert wirtschaftender kommunaler Wohnungsunternehmen. Statt die maximal möglichen Mieten zu verlangen, sollen sich die Mieten des neuen landeseigenen Wohnungsunternehmens an den tatsächlichen Kosten orientieren."

DIE LINKE NRW zieht mit der Forderung in den Landtagswahlkampf, dass die Kommunen und das Land NRW jährlich mindestens 100.000 eigene Wohnungen mit unbefristeter Sozialbindung bauen. „Die Landesregierung hat das Unheil durch Privatisierung der LEG an einen Goldman-Sachs-Fonds im Jahr 2008 selbst angerichtet", so Amid Rabieh weiter. „Jetzt ist sie in der Pflicht, den Schaden wieder gut zu machen. Dafür brauchen wir ein gemeinwohlorientiertes, landeseigenes Wohnungsunternehmen. Durch Neubau alleine lässt sich die Krise im Bereich des bezahlbaren Wohnraums nicht lösen. Um die Mieterinnen und Mieter vor weiteren Mietpreissteigerungen durch diese schädliche Unternehmenspolitik zu schützen, müssen wir auch über die Rücküberführung von Wohnungen in öffentliches Eigentum sprechen."







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