Osterholz-Räumung ist klimapolitische Ignoranz

25.01.22
NRWNRW, Bewegungen, Umwelt 

 

Von DIE LINKE. NRW

Zur aktuellen Räumung des Protestcamps im Osterholz bei Wuppertal und der Fällung der Bäume sagt Jules El-Khatib, Landessprecher NRW der Partei DIE LINKE:

„Wer in Zeiten des Klimawandels alte Bäume fällt, statt sich um Alternativen zu bemühen, hat die Zeichen der Zeit nicht verstanden. Die Aktivistinnen und Aktivisten, die bis zuletzt mit großem Einsatz gegen die Rodung gekämpft haben, verdienen Anerkennung und Unterstützer. Waldschutz ist praktischer Klimaschutz, und den brauchen wir dringender als weitere Abschüttplätze. Besonders ärgerlich ist, dass die Firma Oetelshofen nicht auf die Vorschläge der Aktivistinnen und Aktivisten für Alternativplätze einging. Klimaschutz ist dem Kalkwerksbetreiber offenbar keinerlei Prüfung wert. Lieber setzt er die Polizei in Bewegung, um den einmal gefassten Plan auf Kosten der Allgemeinheit durchzusetzen.
Wer Bäume verteidigt, schützt unsere Zukunft, wer sie fällt, gefährdet unsere Zukunft. Deshalb steht Die Linke solidarisch an der Seite der Waldbesetzer im Osterholz und anderswo.“

Die Sprecherin für Artenschutz im Landesvorstand NRW der Partei DIE LINKE, Edith Bartelmus-Scholich, fügt hinzu:

"Das bedrohliche Artensterben und das Schrumpfen der Populationen wildlebender Tiere wird durch die Zerstörung und Fragmentierung von Lebensräumen vorangetrieben. In der Folge geht die Biodiversität weiter zurück, obwohl in NRW ohnehin bereits mehr als ein Viertel der heimischen Arten akut bedroht sind. Die Rodung von mehr als 55000 Quadratmeter Wald zur Schaffung einer Halde für Abraum des Kalkabbaus ist deshalb heute nicht mehr hinnehmbar. Wälder sind wertvolle Ökosysteme und Rückzugsgebiete für Pflanzen, Pilze und Tiere, die unbedingt erhalten werden müssen. Die Aktivistinnen und Aktivisten zeigen sich hier verantwortungsvoll und verdienen Unterstützung."







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