Nach Spiegel-Recherche fordert die LINKE NRW: Kein Geld für die Unis Aachen und Bochum vom US- Pentagon

24.06.19
NRWNRW, News 

 

Von DIE LINKE. NRW

Laut Informationen des Magazins „Spiegel“ hat das US-Verteidigungsministerium seit dem Jahr 2008 Drittmittel im Wert von 21,7 Millionen US-Dollar (knapp 20 Millionen Euro) an deutsche Universitäten überwiesen. Mit der Ruhr-Universität Bochum und der RWTH Aachen haben auch zwei nordrhein-westfälische Universitäten knapp 2 Millionen US-Dollar (1,8 Millionen Euro) erhalten.

Igor Gvozden, hochschulpolitischer Sprecher der Linken in NRW, äußert seine Bedenken: "Es ist unfassbar, dass an NRW-Unis für das US-Pentagon geforscht wird. Nicht erst seit Donald Trump Präsident ist, sind die USA an vielen Kriegen und Konflikten beteiligt. Unsere Universitäten sollten hierbei nicht zu Helfern werden - wir brauchen Forschung für Frieden und Demokratie und nicht für Krieg oder Spionage!"

Die derzeit geführte Debatte um eine Abschaffung der Zivilklausel sieht Gvozden kritisch und fühlt sich durch die Spiegel-Recherche bestätigt: "Bereits jetzt ist es viel zu einfach, die Zivilklausel zu umgehen, wie die Datenanalyse des Spiegel zeigt. Statt jetzt die Zivilklausel komplett abzuschaffen, müsste die Landesregierung ein Zeichen für den Frieden setzen. Wir brauchen eine viele strengere Selbstverpflichtung von wissenschaftlichen Einrichtungen wie Universitäten, ausschließlich für zivile Zwecke zu forschen und darüber hinaus mehr Geld für zivile Forschung, die uns allen nützt."







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