RWE macht weder vor Mensch noch Umwelt halt

18.10.18
NRWNRW, Wirtschaft, News 

 

Von Linksfraktion Mönchengladbach

Heute (18.10.2018) hat RWE ohne Vorankündigung die Immerather Mühle abgerissen. Die aus dem 17. Jahrhundert stammende Mühle steht nach der Leitentscheidung aus dem Jahr 2016 genau auf dem Tagebaurand, somit bis heute offen, ob sie nicht am jetzigen Standort hätte erhalten werden können. Und laut den Experten vom "Rheinischen-Mühlen-Dokumentationszentrum e.V." (RMDZ) wäre auch ein Wiederaufbau an anderer Stelle möglich und lohnenswert gewesen. Die bergbauliche Inanspruchnahme der direkt an der Mühle vorbeiführenden L277 erfolgt erst ab Ende 2019. Zu dem Vorgehen von RWE erklärt der Fraktionsvorsitzende der Linken, Torben Schultz:

"Was beim Hambacher Forst in letzter Minute verhindert wurde, hat RWE nun skrupellos durchgezogen: Fakten schaffen, ehe eine endgültige Entscheidung gefallen ist. Damit wird wieder einmal die Arbeit der Kohlekommission konterkariert. Unwiederbringlich wurde nun ein Kulturgut mit besonderem historischen Wert zerstört. Aber wie wollen wir die Zukunft am Tagebaurand gestalten, wenn wir die Vergangenheit vergessen?"

Weiter stellt Schultz fest: "RWE macht weder vor Mensch noch Umwelt halt um jetzt ihre Profite zu sichern. Ungesichert bleiben die Ewigkeitskosten, die vermutlich von der Allgemeinheit zu tragen sind.

Wer sich so jeglicher noch laufender Diskussion um den Kohleausstieg verweigert muss politisch gestoppt werden um den gesellschaftlichen Frieden zu sichern."

Mit Blick auf die lokale Situation wiederholt und ergänzt Schultz seine erst am letzten Donnerstag im Rat geäußerte Kritik:

"Wer wie SPD und CDU behauptet immer gegen den Tagebau gewesen zu sein muss den Worten auch Taten folgen lassen. Aber stattdessen werden die RWE-Aktien gehalten, die RWE/Innogy Anteile an der NEW nicht zurückgekauft und Bündnisse wie der Zweckverband geschmiedet in denen RWE de facto mehr Mitsprache hat als die benannten politischen Vertreter*innen. Wer sich also wie die Groko zum Handlanger der RWE macht, muss sich den Vorwurf gefallen lassen mit Hand an den Immerather Dom und die Immerather Mühle gelegt zu haben."

Beachten sie auch unsere Früheren Pressemitteilungen zum Thema:

DIE LINKE sucht Unterstützung für den Erhalt der Immerather Mühle http://www.linksfraktion-mg.de/home/ausschuesse/pressemitteilungen/660-tagebau

Entgegen bisheriger Behauptungen: Immerather Mühle kann erhalten werden!

http://www.linksfraktion-mg.de/home/ausschuesse/umweltausschuss/669-entgegen-bisheriger-behauptungen-immerather-muehle-kann-erhalten-werden







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