KKE und DKP ehren die Soldaten der Sowjetarmee


Aleka Papariga legt ein Blumengebinde am Sowjetischen Gedenkstein auf dem

10.05.09
NRWNRW, Düsseldorf, News 

 

Von Bettina Ohnesorge

Die Generalsekretärin der Kommunistischen Partei Griechenlands (KKE), Aleka Papariga, und die Deutsche Kommunistische Partei ehrten am 9. Mai auf dem Waldfriedhof in Gerresheim die Sowjetsoldaten, die durch Gefangenschaft und Zwangsarbeit in Düsseldorfer Betrieben auf grausame Weise ums Leben kamen.

Durch den Überfall der Nazi-Wehrmacht vom 22. Juni 1941 auf die Sowjetunion mit dem Ziel, landwirtschaftliche und industrielle Ressourcen völkerrechtswidrig anzueignen, wurden etwa 20 Millionen Sowjetbürger durch Kriegshandlungen getötet. Im NS-Vokabular war es ein Eroberungs- und Vernichtungskrieg zur Gewinnung von "Lebensraum im Osten" ­ bei
gleichzeitiger Ausrottung und Vernichtung  der Sowjetbevölkerung. Die in Gerresheim beerdigten Sowjetsoldaten hatten gegen die Nazi-Armee Widerstand geleistet, waren gefangen genommen worden und an die deutschen Konzerne zur endgültigen Ausbeutung ihrer Arbeitskraft übergeben worden.

Aleka Papariga, die im Rahmen ihres Engagements für die bevorstehende Europa-Wahl nach Deutschland gekommen war, unterstrich eindrucksvoll an dem Gedenkstein, den überlebende sowjetische Soldaten 1945 errichtet hatten, dass es das Vermächtnis der Sowjetunion bleibe, den wesentlichen Beitrag zur Befreiung Europas von Faschismus geleistet zu haben. Aufgabe unserer Generation sei es, diese Erkenntnis der Geschichte zu bewahren und für die kommende Generation zu sichern.

Für die DKP erinnerte Uwe Koopmann, Vertreter der DKP im Gerresheimer Rathaus, daran, dass Gedenksteine nicht nur Mahnmale der Trauer seien, sondern auch Zeichen des Widerstandes. Auf der Nida-Hochebene in Kreta hätten unbehauene Steine, die jetzt zu einem Friedensdenkmal gefügt worden seien, dazu gedient, der deutschen Luftwaffe eine Landebahn zu verbauen.
Kreta ist auch durch diesen Widerstand nicht Teil von "Großdeutschland" geworden, wie es deutsche Gebirgsjäger und Geostrategen der deutschen Industrie und des Militärs erhofft hatten.

Begleitet wurde die Veranstaltung durch Gäste der VVN-BdA, der Linkspartei, von Bürgern aus dem Stadtbezirk ­ sowie von einem Polizeiauto. Die Ordnungshüter zeigten sich etwas überrascht von dem Besuch und dem Gedenken auf dem Friedhof. Das Sowjetische Gräberfeld und der Gedenktag 9. Mai finden sich jetzt - vermutlich auch als Erkenntnisgewinn ­ im Polizeibericht.

Bettina Ohnesorge

 







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