Düsseldorf: Demo gegen die Kommerzialisierung von Bildung

06.11.08
NRWNRW, Düsseldorf, News 

 

Rund 200 SchülerInnen und StudentInnen, darunter viele VertreterInnen der Linksjugend [?solid] und der LINKEN. NRW, trafen sich am gestrigen Mittwoch, den 05.11.2008, um 13 Uhr am Düsseldorfer Hbf, um an der von BLOCK (Aktionsbündnis für frei Bildung Block Düsseldorf) veranstalteten Demo gegen die Kommerzialisierung von Bildung teilzunehmen.
 
"Eine viel zu geringe TeilnehmerInnenzahl, vor allem wenn man bedankt, dass zumindest der AstA der Uni Düsseldorf dafür sorgte, dass die Nachmittagsseminare ausfielen, so dass alle Studierenden die Möglichkeit hatten, an der Aktion teilzunehmen", so Bianca Stoff, Hochschulpolitische Sprecherin im Landesvorstand DIE LINKE. NRW.
 
Nach den üblichen Missverständnissen zwischen den Organisatoren und der Polizei konnte die Demonstration gegen 13.30 Uhr beginnen ? und zwar zunächst auf dem Bürgersteig. Der Vorstand des AStAŽs der Düsseldorfer Universität kritisierte in seinem Redebeitrag das Verhalten aller nicht teilnehmenden StudentInnen als höchst unsolidarisch und unsozial gegenüber denjenigen, die ihr Studium abbrechen mussten oder gar nicht erst beginnen konnten. Er wies darauf hin, dass in Deutschland mehrere Zehntausend AbiturientInnen kein Studium anfangen können, weil ihnen das Geld fehlt und bezeichnete das Studium zu Recht als eine "ausschließliche Frage des Geldbeutels".

Er forderte die sofortige Abschaffung jeglicher Art von Studiengebühren. Die DemonstrantInnen traten mit ihren Transparenten auch der Kommerzialisierung von Schulbildung, den neu eingeführten Bachelor- und Masterstudiengängen und der Übermacht des Bertelsmann Konzerns entgegen.
 
"Auffallend war, dass bis auf eine Ausnahme, keine Dozierenden an der Veranstaltung teilnahmen. Für die Zukunft muss gelten: Wir alle müssen auf die Straßen gehen, wenn es um Freiheit von Bildung geht!", schließt Bianca Stoff.







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