Rascher Ausbau des Atommüll-Zwischenlagers Würgassen gestoppt

12.11.20
NRWNRW, Umwelt, News 

 

Von DIE LINKE. NRW

Die bundeseigene Gesellschaft für Zwischenlagerung (BGZ) ist vor der
Bezirksregierung Detmold mit dem Widerspruch gegen die Regionalplanung
in Beverungen, Kreis Höxter gescheitert. Die Bezirksregierung teilt
mit, dass der Widerspruch der BGZ zu spät eingereicht wurde.
Damit ist der schnelle, „unbürokratische" Ausbau des bestehenden
Zwischenlagers für schwach strahlenden Atommüll zu einem großen
Lager, indem schwach- und mittelradioaktive Abfälle aus ganz
Deutschland gelagert werden sollten, erst einmal gestoppt.

Dazu erklärt Edith Bartelmus-Scholich, Mitglied im Landesvorstand von
DIE LINKE. NRW: „Die BGZ wollte in Würgassen Fakten schaffen ohne die
Politik und die Menschen vor Ort zu berücksichtigen. Im März erfuhren
die örtliche Politik und die Anwohner*innen von den Planungen das
Zwischenlager in Würgassen durch Neubau einer 350 Meter langen Halle
für Atommüll aus ganz Deutschland nutzbar zu machen. Bis jetzt lagern
in Würgassen vor allem schwach strahlende Überreste des 1994
stillgelegten Atomkraftwerks. Die Bevölkerung hatte eine Perspektive
auf ein Ende dieses Zwischenlagers. Diese Perspektive sollte den
Menschen durch den Ausbau genommen werden. Gleichzeitig würden sich
durch den Ausbau des Zwischenlagers ab 2027 die Atommülltransporte nach
Würgassen vervielfachen. Der Widerstand dagegen ist vor Ort groß und
parteienübergreifend. Er muss weiter gehen, denn die BGZ will die
Entscheidung der Bezirksregierung Detmold nicht akzeptieren. DIE LINKE.
NRW unterstützt den Widerstand, denn die Bevölkerung in Beverungen hat
ein Recht auf eine Zukunft ohne strahlenden Müll."







<< Zurck
Diese Webseite verwendet keine Cookies. Hier erfahrt ihr alles zum Datenschutz