Bernd Langer - Deutschland 1918/19 - Die Flamme der Revolution

24.10.18
NRWNRW, OWL, News 

 

Von Initiative 9. November Bünde

Wir möchten herzlich zum Vortrag " Deutschland 1918/19 - Die Flamme der Revolution" am morgigen Donnerstag um 19 Uhr in die alevitische Gemeinde Bünde, Kaiser-Wilhelm-Str. 2, einladen.

Bernd Langer stellt im Rahmen der Veranstaltungsreihe "Erinnern heißt Partei ergreifen" sein neuestes Buch vor.

Im Jahr 1919 entwickelt sich im Deutschen Reich ein Bürgerkrieg, der nicht als solcher in den Geschichtsbüchern verzeichnet ist. Wie kommt es dazu?
Mit Beginn des Ersten Weltkriegs 1914 radikalisieren sich die sozialen Verhältnisse. Weil die SPD den Kriegskurs des Kaiserreiches
mitträgt, spaltet sich die Partei und es entsteht die Unabhängige Sozialdemokratie. Auftrieb erhält die Antikriegsstimmung durch die Revolution in Russland 1917. Doch erst mit der militärischen Niederlage bricht das Kaiserreich 1918 zusammen, und ein Matrosenaufstand in Kiel wird zum Auslöser der Novemberrevolution.
Der zunächst friedliche Verlauf ist bald von blutigen Konfrontationen
überschattet. Während die radikalen Kräfte die Sozialisierung der Industrie und die Räte-Republik wollen, verteidigen die SPD und andere bürgerliche Parteien die kapitalistischen Besitzverhältnisse mit Hilfe der Freikorps.
Detailreich und lebendig wird in diesem Buch die Geschichte jener Tage erzählt, die eine grundlegende politische Weichenstellung bedeuten. Denn die weltweite Spaltung in Kommunistische Parteien mit revolutionärem Anspruch einerseits und eine reformistische Sozialdemokratie andererseits sowie die verhängnisvolle Entwicklung am Vorabend des Faschismus sind ohne diese Ereignisse nicht zu begreifen.

 

Bernd Langer, geboren 1960 in Bad Lauterberg im Harz, seit 1977 mit der autonomen Szene verbunden. Seit Mitte der 80er Jahre Mitinitiator der Initiative KuK (Kunst und Kampf), die einen neuen Kunstbegriff propagiert, und in deren Rahmen zahlreiche Plakate und Ölgemälde entstehen und Agitpropaktionen stattfinden. Darüberhinaus viele Publikationen zum Thema antifaschistischer Widerstand. Seit 1990 beteiligt an der Wanderausstellung „Kunst als Widerstand“. 1997 erscheint Langers Buch „Kunst als Widerstand“, 1998 Herausgabe einer überarbeiteten und aktualisierten Fassung in englischer Sprache unter dem Titel „Art as Resistance“. 2004 erscheint sein autobiographischer Roman „Operation 1653 - stay rude, stay rebel“.
Bernd Langer lebt und arbeitet heute in Berlin.

 

Der Eintritt ist wie immer frei.







<< Zurck
Diese Webseite verwendet keine Cookies. Hier erfahrt ihr alles zum Datenschutz