NRW-LANDESREGIERUNG HOFIERT MASSENTIERSCHLÄCHTER


Foto: Tierschutzpartei NRW

02.04.19
NRWNRW, Umwelt, OWL 

 

Von Tierschutzpartei NRW

Tierschutzpartei: Kotau des Wirtschaftsministers vor Tönnies unerträglich

Die enge Vernetzung der NRW-Landesregierung mit der Massentierhaltung und Fleischindustrie in NRW zeigt aktuell einmal wieder ein Besuch des nordrhein-westfälische Wirtschaftsminister Andreas Pinkwart im 'Fleischwerk' Tönnies. Ziel dieses Gespräches sollte die persönliche Kontaktpflege des FDP-Ministers mit dem Großunternehmer Clemens Tönnies sein.

"Für uns steht der Name Tönnies für unhaltbare industrialisierte Massentötungen von Tieren, ethisch widerlichste Schlachtfabriken und rechtlich bedenkliche Arbeitsbedingungen der MitarbeiterInnen von Subunternehmen," betont Andrea Dörner, Mitglied des Landesvorstandes der Partei Mensch Umwelt Tierschutz - Die Tierschutzpartei - und Leiterin der Regionalgruppe Düsseldorf die Meinung der Tierschutzpartei zu diesem Fleischindustriellen.

Persönliche Gesprächs'kultur' zwischen Minister und Tönnies

Das Düsseldorfer Ministerium betont seinerseits, wie wichtig doch die persönliche Kontaktpflege sei, wie wertvoll die Gespräche mit dem Massentierschlächter. "Der Kontakt zu den Unternehmen ist mir wichtig, um sich zu aktuellen Themen auszutauschen. Tönnies ist als Marktführer und bedeutender Arbeitgeber in der Region ein wertvoller Gesprächspartner", wird Wirtschaftsminister Andreas Pinkwart in der Gütersloher Zeitung zitiert.

Skandale und Presserecherchen rund um Arbeitsbedingungen bei Tönnies

Offenbar interessiert das Ministerium sich angesichts mehrerer bevorstehender Wahlkämpfe eher für den (potentiellen?) Großspender und Aufsichtsratsvorsitzenden ausgerechnet des klassischen Arbeitersportverein Schalke 04, als für Arbeitnehmerrechte und Tierwohl.

"Wieviele Mitarbeiter unter zumindest dubiosen Umständen durch Subunternehmen angeheuert und bei Tönnies als Arbeitskräfte eingesetzt, bedenklich grenzwertig untergebracht werden, ist immer wieder Thema von Presserecherchen sowie Nachfragen der Tierschutzpartei," erläutert Martin Lück, zweiter Landesvorsitzender der Tierschutzpartei NRW.

Transparente Unternehmenspolitik bei Tönnies - ein schlechter Scherz

Einen durchaus schlechten Scherz brachte im Rahmen des Düsseldorfer Besuchs bei Tönnies noch der dortige Unternehmenssprecher André Vielstädte: "Wir zeigen - JEDEM - offen unsere Prozesse." Dies sei die Basis für einen gemeinsamen Dialog mit Politik und Gesellschaft.

Wie dieser Dialog aussieht, ist allerdings mehr als fragwürdig. "Es entsteht der Eindruck, dass sich hier mit dem Düsseldorfer Wirtschaftsminister Pinkwart und dem Massentierschlächter Tönnies "alte Freunde" getroffen haben, um sich gegenseitig den Rücken zu stärken," so Andrea Dörner, Tierschutzpartei Düsseldorf.

Bei dem Termin wurde werbewirksam und sauber die Anlieferung der todgeweihten Tiere, (Todes)Wartebereich, Betäubung und "Verarbeitung" dem interessierten Minister dargestellt. Kein Wort darüber, unter welchen grausamen und tierquälerischen Umständen Tiere transportiert werden, kein Wort zu den Arbeitsbedingungen der Subunternehmer.

Welchen Dialog Tönnies mit den Demonstrierenden am Samstag, 30.03.2019, bei der Mahnwache vor Tönnies geführt haben will, bleibt sein Geheimnis, denn wieder einmal stellte sich niemand von der Geschäftsleitung, auch nicht Tönnies selbst, wie so oft wenn vor den Werkstoren Demonstrierenden und deren Fragen.

"Nun denn, es lebe der einseitige Dialog der Demonstrierenden vor Tönnies ohne dessen Teilnahme," rügt ironisch Martin Lück die vermeintliche Dialogbereitschaft des Schlachthofgroßindustriellen.







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