Wir stopfen Euch die Krise in den Hals!

01.03.09
NRWNRW, Krisendebatte, Bewegungen 

 

Veranstaltung am Freitag, 6.3. - 19 Uhr

im Naturfreundehaus in Köln/Kalk - Kapellenstraße 9a

Unternehmer, Banken, CDU... alle entdecken gerade den Staat. Das hat einen einfachen Grund: Er hat das Steuermonopol. Und nur damit können sie die vielen tausend Milliarden – bzw. inzwischen sogar Billionen – wieder reinholen, die für Bankenrettung und Abbau von Arbeitsplätzen verpulvert werden. Wir sollen für IHRE Krise zahlen. Durch massive (... Steuererhöhungen, Kürzungen von Sozialleistungen ...) Angriffe auf die proletarischen Lebensbedingungen insgesamt.

In gewaltigen »Rettungsplänen« gibt der Staat zig Milliarden an Unternehmer und Banken, damit sie Arbeitsplätze abbauen (Commerzbank, jetzt vielleicht Opel...). Von den »Geretteten« wird weiterer Verzicht erpresst. – Zusammen mit Unternehmern und Politikern »für Opel«, »für die Hypo Real Estate« usw. zu demonstrieren, das ist wie Lämmer, die auf dem Weg zur Schlachtbank noch die eigene Schlachtung bejubeln.

Stattdessen sollten wir uns vorbereiten! In die Gänge kommen, solange sie noch taumeln – und nicht erst dann, wenn sie ihre Armeen aufgestellt haben (der Staat beansprucht auch das Gewaltmonopol) und die Krise voll ausgebrochen ist.

So schlecht sieht es gar nicht aus. In Osteuropa, England, Italien und Griechenland haben Bewegungen gegen die Krise angefangen. Und auch in der BRD haben in den letzten Jahren die Streiks zugenommen; gab es breite Mobilisierungen an Schulen und Unis, hunderte von Initiativen gegen Cross Border Leasing, Zahltag! und vieles mehr. All diese Kämpfe und Initiativen stehen durch den Kriseneinbruch vor schärferen Bedingungen. Sie haben aber auch mehr Möglichkeiten, Verbündete zu finden. Und in der Radikalisierung der Situation kann individuelles oder kollektives Engagement (»Volksküchen«, »Rechtsberatung« usw.) zum Teil einer widerständigen Bewegung werden.

Auf der Veranstaltung wollen wir klarkriegen, wo wir stehen und wie tief die globale Krise geht. Wir werden uns das anhand der Autoindustrie genauer angucken und dann regional nach Auswirkungen der Krise und nach Widerstand gegen die Krise suchen.

Erleben wir jetzt wieder vermehrt Demos, wo ArbeiterInnen, Unternehmer und Politiker gemeinsam den Staat anflehen?? weinende Nokia-ArbeiterInnen??? – Oder werden Märsche der Solidarität direkte Verbindungen unter uns herstellen?? Werden Parlamente gestürmt, Regierungen verjagt...???!

ALLES in Frage stellen!

siehe auch www.wildcat-www.de







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