Bomben sind keine Lösung!

01.04.11
NRWNRW, Internationales, Köln 

 

von  VVN/BdA Köln

Liebe Friedensfreundinnen und Friedensfreunde,

geht es euch auch wie uns? Wir finden, man muss zu den Militäraktionen in Libyen Flagge zeigen!

Wir wollen daher eine Anzeige im Kölner Stadtanzeiger schalten und hoffen, dass viele mitmachen.

Nachstehend findet ihr den Text „ Bomben sind keine Lösung!“ (Änderungen sind aus nachvollziehbaren Gründen nach Verschickung nicht mehr möglich).

Natürlich eilt alles, da die Entscheidung, ob eine einigermaßen große Anzeige finanziert werden kann, erst nach Eingang des Geldes fallen kann. Wir hoffen auf einen Mindestbeitrag von 30 Euro pro Person. Unterschriften sind aber auch dann willkommen, wenn nur ein niedrigerer Betrag aufgebracht werden kann. Jeder höhere Betrag erleichtert natürlich die Initiative.

Wenn ihr die Anzeige unterstützen wollt, meldet euch bei bensch-humbach@t-online.de und überweist bitte zügig auf das Konto der VVN/BdA Köln. Vergesst nicht das Stichwort „Libyen“ und euren deutlich lesbaren Namen. Falls die Anzeige mangels Masse nicht zustande kommen sollte, wird das Geld selbstverständlich zurücküberwiesen.

Absolute Deadline ist Dienstag, der 05.April 2011, 20 Uhr. (Eingang des Geldes) Die Anzeige soll dann in der Samstagsausgabe am 09. April in der Kölner Gesamtausgabe erscheinen.

Bankverbindung :
VVN e.V. Köln Santander AG BLZ 37010111 Konto 1130469000
Stichwort: Libyen
Malle Bensch-Humbach, Brigitte Bilz Fritz Bilz Beate Bongard Jürgen Harrer Elvira Högemann Willi Hölzel

Bomben sind keine Lösung!


1999 galt es, in Jugoslawien ein »neues Auschwitz« zu verhindern. 2001 musste in Afghanistan Bin Laden als Verantwortlicher für den 11. September ausgeschaltet werden. 2003 waren im Irak Massenvernichtungswaffen unschädlich zu machen. All diese Behauptungen haben sich als Kriegslügen erwiesen. Ihre Funktion, die Öffentlichkeit zu täuschen und kriegerische Aggressionen humanitär zu legitimieren, haben sie trotzdem erfüllt. 2011 wird nun Krieg gegen Libyen geführt. Dieses Mal heißt es, eine wehrlose Zivilbevölkerung müsse vor der Gewaltmaschine eines skrupellosen Despoten geschützt werden.

Was immer gegen Gaddafi vorgebracht werden kann, und das ist ganz gewiss nicht wenig, so ist doch zu fragen, was für eine Logik es ist, Zivilisten schützen zu wollen, indem man andere Zivilisten tötet? Und: Wie glaubwürdig sind jene, die heute libysche Städte bombardieren, bis gestern aber gut Freund mit dem Diktator waren und ihm die Waffen lieferten, mit deren Hilfe er sein Volk unterdrückt? Jene, die Ben Ali, Mubarak, Saleh und ähnliche Figuren bis zum Gehtnichtmehr gestützt haben? Jene, die mit der saudischen Monarchie noch immer ein besonders übles Regime hofieren? Jene, die es als selbstverständlich hinnehmen, dass Saudi-Arabien die Demokratiebewegung im benachbarten Bahrain mit Truppen niederschlägt?

Inzwischen werden die Bombardements auch damit begründet,, man müsse der bewaffneten Opposition zum militärischen Sieg verhelfen, um einen Regimewechsel zu erzwingen. Dies ist nicht einmal durch das fatale UN- Mandat gedeckt, auf das sich die westliche Allianz zu stützen behauptet. Würde es ernst genommen, so müsste nun auch der Vormarsch der Rebellen gestoppt werden. Auch hieran zeigt sich die Verlogenheit der offiziellen Begründungen für diesen Krieg.

Darüber hinaus stellen sich weitere Fragen: Welche Kräfte tragen eigentlich den Aufstand gegen Gaddafi? Worin besteht ihr politisches Programm? Sprechen sie wirklich für eine Mehrheit der Libyer?
Geht es ihnen um mehr als nur um die Beherrschung der ölreichen Landesteile? Was kommt auf das libysche Volk zu, wenn sie siegen? Hat es in diesem Fall eine bessere Zukunft, mehr Demokratie und weniger Repression zu erwarten als unter Gaddafi? Darauf gibt es bisher keine Antworten.

Wir fordern von der Bundesregierung, sich einzusetzen - für die sofortige Einstellung der Bombardierungen, - für ein allseitiges Waffenembargo, - für einen sofortigen Waffenstillstand und für Verhandlungen, um den Bürgerkrieg zu beenden und zu einer politischen Lösung des Konflikts zu gelangen, - gegen die Entsendung westlicher Bodentruppen, durch die der Krieg nur noch ausgeweitet würde.

Ferner fordern wir von der Bundesregierung, jede indirekte Unterstützung der westlichen Militärintervention zu unterlassen.

So fordern wir insbesondere den Verzicht auf jedwede Maßnahme, mit der – wie beispielsweise durch die Entsendung von AWACS-Flugzeugen nach Afghanistan – zusätzliche Kräfte für den militärischen Einsatz in Libyen freigesetzt werden.


VON: VVN/BDA KÖLN






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