Die Tafeln als fester Bestandteil der Armutspolitik in Deutschland

03.05.13
NRWNRW, Soziales, News 

 

von Sozialbündnis Krefeld + KAB Bildungswerk

1993 wurden die Tafeln gegründet, um vom Wegwerfen bedrohte Lebensmittel einer vernünftigen Verwendung zu zuführen. Heute hat sich ein grundlegender Wandel vollzogen. Ca. 900 Tafeln mit 3000 Läden und 50.000 Ehrenamtlichen werden benötigt, um etwa. 1,5 Mio. Menschen regelmäßig zu unterstützen, d.h. ihre Ernährung sicherzustellen.

Grund ist die mangelnde monetäre Ausstattung durch den Staat bei Arbeitslosigkeit, Alter, Krankheit und zu niedrigen Einkommen. Sie führt zu einer Armutsquote von 14 % und 20 % Kinderarmut in Deutschland. Denn die Politik sorgt nicht für teilhabegerechte und familienpolitisch notwendige Transferleistungen. 4,30 € pro Tag für Nahrung bei Hartz IV sind nicht armutsfest.

Damit werden die Tafeln immer mehr in die Pflicht genommen, diese bewussten Versäumnisse aufzufangen. Ehrenamtliche werden in die Verantwortung gedrängt und müssen wie Hauptamtliche agieren.

Diese Entwicklung diskutiert Ralf Welter, Diozesanvorsitzender der Katholischen Arbeitnehmerbewegung, mit vier LeiterInnen von Tafeln: Elli Kreul, Emmaus Tagestreff „Die Brücke“; Karl-Heinz Hermanns, „Das tägliche Brot“; Dr. Hansgeorg Rehbein, „Krefelder Tafel“; Christa Wagner, „Tafel Stahldorf“.
Er stellt die Frage, wie eine politische Veränderung stattfinden kann. Denn: Ist es nicht ein Armutszeugnis für Deutschland, Tafeln haben zu müssen?

Dienstag, 14.5.2013 19:00 Uhr Gemeindehaus St. Bonifatius Stahldorf Vulkanstraße 257, 47807 Krefeld der Eintritt ist frei.

Eine Veranstaltung von Sozialbündnis Krefeld mit KAB Bildungswerk
Anfahrt zum Veranstaltungsort: Gemeindehaus St. Bonifatius Stahldorf Vulkanstraße 257, 47807 Krefeld Bus Linien 47,58: Limbourgplatz Straßenbahn Linie 42: Thyssenstraße

v.i.S.d.P. Ulrich Knur, Raderfeld 100, 47807 Krefeld


VON: SOZIALBÜNDNIS KREFELD + KAB BILDUNGSWERK






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