Tierschutzpartei NRW: Wasserstoff als Zukunftstechnologie - Ratsfraktion Essen mit Antrag im Stadtrat

10.11.19
NRWNRW, Umwelt, Ruhrgebiet 

 

Von Tierschutzpartei NRW

Energiewende, Verkehrswende und erneuerbare Energien - Themen, die akuter sind denn je. Während andere Umweltparteien konzentriert auf E-Mobilität setzen, schaut die Tierschutzpartei NRW weiter in die Zukunft -  und setzt auf Nachhaltigkeit. "Solange E-Mobilität bedeutet, dass Atomstrom sowie fossile Energien die wesentliche Energiequelle für die Stromgewinnung sind, ist E-Mobilität keine wirkliche umweltfreundliche Alternative," erläutert Sandra Lück, NRW-Landesvorsitzende und soeben auf dem Bundesparteitag in Frankfurt im Amt bestätigte Bundesvorsitzende der Partei Mensch Umwelt Tierschutz.

E-Mobilität: Gespeist auch aus Braunkohletagebau, Atomstrom und Kohle

Zwar bedeutet E-Mobilität im Vergleich zu den klassischen Brennstoffmotoren mit fossiler Antriebstechnologie ein Minus bezogen auf den Schadstoffausstoß. "Wir haben als Tierschutzpartei hier jedoch kritisch im Blick, dass der Strom für die E-Mobiität in Deutschland z.B. nach wie vor auch aus Braunkohletagebau kommt," so Jörg Etgeton, Regionalgruppenleiter Gelsenkirchen/Recklinghausen und Experte für den Themenkreis Verkehrswende/Energiewende. Für die Gewinnung von Braunkohle vom Energieriesen RWE nach wie vor der Hambacher Forst gerodet - trotz massiver Proteste aus der Bürgerschaft wie seitens der Tierschutzpartei.

Grüne: Für die Rodung des Hambacher Forstes und Braunkohletagebau

"Hier unterscheidet sich die Tierschutzpartei auch ganz klar von den Grünen, die zugunsten des Braunkohletagebaus der Rodung des Hambacher Forstes während ihrer Regierungsbeteiligung in der NRW-Landesregierung ausdrücklich zugestimmt haben," so Elisabeth Maria van Heesch, Generalsekretärin der Tierschutzpartei NRW. In Hessen haben die mitregierenden Gründen aktuell der Rodung des legendären und uralten Reinhard-Waldes - des Waldes der Märchen der Gebrüder Grimm - zugestimmt. Ziel: Bau von zwanzig (20) Windrädern. "Diese massivsten Umweltzerstörungen und radikalen Eingriffe in das Klima Deutschlands und Mitteleuropas durch die Rodung riesiger uralter Waldareale, nur um beim nächsten Wahlkampf Plakate 'Grüne sind für E-Mobilität' aufhängen zu können, ist so denkwürdig wie widersinnig," so Sandra Lück.

Ratsfraktion Tierschutz in Essen: Wasserstoffbusse für die Essener Verkehrsbetriebe

In der vormaligen Grünen Hauptstadt Europas Essen gehen die UmweltpolitikerInnen der Tierschutzpartei inzwischen auch andere, zukunftsweisende Wege. Die Ratsfraktion Tierschutz im Rat der Stadt Essen setzt auf Wasserstoffbusse und Wasserstofftankstellen für das gesamte Stadtgebiet. "Wir werden zum kommenden Haushalt für die Stadt Essen Sondermittel für die Planungsarbeiten zur Umsetzung von klimaneutraler Wasserstofftechnologie als Essener Beitrag zur Verkehrswende beantragen," so Fraktionsvorsitzende Elisabeth Maria van Heesch. "Die Tierschutzpartei Essen wird das Thema im Kommunalwahlkampf intensiv aufgreifen, um die Bürgerschaft aufzuklären und zu informieren," unterstreicht Simone Trauten-Malek, 2. Vorsitzende der Tierschutzpartei Essen und Mitglied des Landesvorstandes der Tierschutzpartei NRW.

Wasserstofftechnologie: Klimaneutralität

Die Brennstoffzelle erzeugt in einer chemischen Reaktion aus Wasserstoff und dem Sauerstoff der Umgebungsluft Strom. Brennstoffzellen benötigen also lediglich Wasserstoff und anstelle von Abgas kommt einfach nur Wasserdampf aus dem Auspuff. Als Treibstoff kommen auch Ethanol, Methanol und andere Kohlenwasserstoffe in Frage, die durch Katalyse vor dem Verbrennen in Wasserstoff umgewandelt werden. Da dabei aber dann doch wieder CO2 ausgestoßen wird, ist der direkte Einsatz von Wasserstoff vorzuziehen. Im Idealfall wird dieser Wasserstoff klimaneutral erzeugt.

Wasserstoff löst bei den erneuerbaren Energien das Problem der Speicherung. Wird beispielsweise Solarstrom für die Erzeugung von Wasserstoff eingesetzt, kann die tagsüber erzeugte Energie in Form von Wasserstoff für den Verbrauch in der Nacht gespeichert werden.

"Ein weiterer großer Vorteil von Brennstoffzellenautos: Die schnelle Betankung und höhere Reichweite im Vergleich zu Elektroautos," so Jörg Etgeton. Die Tierschutzpartei NRW wird das Thema weiter konstruktiv und aufmerksam begleiten und anschieben.

 







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