Solidarisch trotz Strafverfahren

25.06.19
NRWNRW, Ruhrgebiet, News 

 

von DGS

Am Mittwochabend wird in Bochum im Sozialen Zentrum eine Veranstaltung zum (etwas ungenau bezeichneten) Thema „Geschichte und Verbot von indymedia“ stattfinden („ungenau bezeichnet“, insofern als indymedia als Ganzes – trotz dahingehender Forderungen bekannter Rechtsausleger – auch in der deutschen Muster-Demokratie, die im August 2017 die Verwendung der Subdomain linksunten.indymedia.org verboten hatte, [jedenfalls bisher] nicht verboten ist).

Sprechen werden Mag Wompel (labournet.de) – zur Wichtigkeit von Alternativmedia auch und gerade im Zeitalter von Twitter und Facebook –, Peter Nowak (einer meiner beiden Ko-Angeschuldigten in dem in der Artikel-Überschrift angesprochenen Strafverfahren) sowie meine Wenigkeit.

Peter Nowak wird über die Geschichte von indymedia von Seattle über Genua bis zu Thomas de Maizière (d.h.: des Innenministers zur Zeit des linksunten-Verbotes) informieren.

Ich selbst werde zur Frage sprechen, warum Peter Nowak, Achim Schill (der dritte Angeschuldigte in unserem Bunde) und auch ich, gerade das, was uns das nämliche Strafverfahren einbrachte, weiterhin für politisch richtig halten, und außerdem meinen, einen – auch juristischen – Anspruch darauf haben, dafür nicht strafrechtlich verurteilt zu werden.

Die drei inputs werden jeweils 20 Minuten dauern – meines ist wie folgt gegliedert (die Zahlen am rechten Rand bezeichnen bebilderte DIN A 4-Seiten; so ungefähr werden sie vielleicht auch Minuten im mündlichen Vortrag entsprechen):

 

Was wird uns vorgeworfen wird?......................................................................................................... 2

 

Was haben wir eigentlich getan?.......................................................................................................... 3

Einen Wunsch geäußert…................................................................................................................... 4

...und den Bundesanzeiger zitiert.......................................................................................................... 5

 

Warum halten wir weiterhin für richtig, was wir getan haben?............................................................. 6

Grund 1: linksunten – ein Blatt, wo wir als MarxistInnen auch AnarchistInnen und sozial-bewegte

ReformistInnen als LeserInnen gewinnen und zu überzeugen versuchen konnten..................................... 6

Grund 2: linksunten – eine strömungsübergreifende linke Zeitung.......................................................... 8

Grund 3: Es ist Unsinn die Meinung von HerausgeberInnen und AutorInnen gleichzusetzen...................... 9

 

Warum meinen wir, einen – auch juristischen – Anspruch darauf zu haben, dass die

Anklage gar nicht erst zugelassen wird, und, falls doch, dass wir freigesprochen werden?............. 10

§ 20 Vereinsgesetz im Überblick........................................................................................................ 10

§ 20 Absatz 1 Satz 1 Vereinsgesetz –

Erläuterung einiger – in Bezug auf unsere ‚Tat’ relevanter – Schlüsselbegriffe........................................ 11

„…den organisatorischen Zusammenhalt…“..................................................................................................................... 12

...oder die „weitere Betätigung“............................................................................................................................................ 12

„unterstützt“............................................................................................................................................................................... 13

„…Kennzeichen…“................................................................................................................................................................. 15

„…verbreitet oder öffentlich oder in einer Versammlung verwendet…“....................................................................... 16

Verein?............................................................................................................................................. 16

Medien sind keine Vereine!.................................................................................................................................................. 16

Waren die HerausgeberInnen von linksunten ein Verein?............................................................................................ 18

Warum die entscheidende Frage nicht die ‚Vereins-Frage’, sondern die Zensur-Frage ist....................... 18

Artikel 9 Absatz 2 Grundgesetz ist ausschließlich Schranke des Vereinsbestandes, aber nicht Schranke

der Vereinstätigkeit................................................................................................................................................................. 18

Vereinstätigkeit ist dagegen (wie individuelle Tätigkeit) an den für die jeweilige Tätigkeit einschlägigen

Grundrechten und deren Schranken zu messen.............................................................................................................. 19

Das für die Tätigkeit der HerausgeberInnen von linksunten einschlägige Grundrecht ist die Pressefreiheit

(und außerdem – als deren Schranken-Schranken – insbesondere das Zensurverbot).......................................... 20







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